Propak-Industrie: Resilient, robust und systemrelevant

Veröffentlicht am: 05.10.2020

Die Propak-Industrie zeigt Resilienz in der Krise. Die Erzeuger von Produkten aus Papier und Karton setzen auf Nachhaltigkeit und Innovation. Für das zweite Halbjahr erwartet die Branche jedoch herausfordernde Zeiten.

Der zukunftssichere Sektor der industriellen Papierverarbeitung in Österreich bekennt sich zu seiner Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Standort. „Vor dem Hintergrund der aktuellen Covid-19-Pandemie zeigen die Propak-Industriebetriebe mit ihren innovativen und für den Alltag unverzichtbaren Produkten eindrucksvoll ihre Robustheit und Widerstandsfähigkeit.“ Mit diesem Statement stellt Propak-Obmann Georg Dieter Fischer klar, dass die Branche vergleichsweise stabil durch die Krise steuert. „Wir können uns zwar der allgemeinen Konjunkturschwäche nicht entziehen, aber wie schon in der Vergangenheit werden die Propak-Unternehmen grosso modo nicht zu den größten Krisenverlierern gehören.“
Diese Robustheit ist neben der Systemrelevanz insbesondere auch auf ein Asset zurückzuführen, das sowohl die Kunden als auch in immer stärkerem Ausmaß die Konsumenten honorieren: die Nachhaltigkeit. Fischer betont: „Die Propak-Branche ist seit jeher eine Kreislaufindustrie und performt in allen Bereichen der Nachhaltigkeit erwiesenermaßen überdurchschnittlich.“ In Ziffern dargestellt heißt das, dass die Branche nach einem guten ersten Quartal 2020 dank ihrer Systemrelevanz vom Lockdown in den Monaten April und Mai mit minus 5,9 Prozent Wert- bzw. minus 5,6 Prozent Mengenrückgang vergleichsweise glimpflich getroffen wurde. Kumuliert über die ersten fünf Monate 2020 kam sie damit leicht unter dem Vorjahrsniveau zu liegen: Der Umsatz ging um minus 1,6 Prozent auf rund eine Milliarde Euro zurück, die abgesetzte Menge von 508.000 Tonnen blieb stabil (plus 0,4 Prozent).
Die Mehrheit der Unternehmen rechnet jedoch mit einem wirtschaftlich herausfordernden Herbst. Im Branchenschnitt wird ein Umsatzrückgang um rund sechs Prozent bis Jahresende erwartet – bei einer großen individuellen Bandbreite. Das ergab eine Anfang September durchgeführte Umfrage des Fachverbandes.

Foto (v.l.n.r.): Marko Bill Schuster, COO Mondi Functional Paper and Films, Doris Ritzberger-Grünwald, Direktorin der Hauptabteilung Volkswirtschaft der OeNB, Propak-Obmann Georg Dieter Fischer, Andreas Blaschke, Vorstand MM Packaging International und Arnold Tautermann-Bichler, Geschäftsführer DPI Gruppe.

Kommentar

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