Spezieller Fall: Brexit gut für Incada

Veröffentlicht am: 17.04.2018

Nach dem Brexit-Referendum musste das britische Druckunternehmen Windles, das sich auf Grußkarten und hochwertige Verpackungen spezialisiert hat, seine Bezugsmöglichkeiten für Papier und Karton neu überdenken. Nach sorgfältiger Überlegung entschied sich das Unternehmen für den im eigenen Land produzierten Karton Incada von Iggesund Paperboard.
Diese Entscheidung hatte nicht nur nationalistische Gründe, wird seitens des Unternehmens argumentiert. „Wir haben versucht, alle Aspekte zu berücksichtigen – Preisneutralität, Verfügbarkeit, Qualität und alles, was in der Gesamtheit der Kosten enthalten ist“, meint Windles-Geschäftsführer Bruce Podmore.
Das Druckunternehmen zog vor einigen Jahren in einen Neubau in Thame in Oxfordshire um. Das Betriebsgebäude wurde im Hinblick auf eine langfristige Nachhaltigkeit konzipiert und wird zu 80 Prozent mit Biomasse beheizt. Die hierfür erforderliche Energie wird aus dem Palettenholz generiert, das zuvor für teures Geld entsorgt werden musste. In der Nähe liegt ein weiteres Gebäude, das die heimische Fledermauspopulation unterstützen soll, eine Anlage, die Bruce Podmore scherzhaft die „Batcave“ nennt. Ebenfalls auf dem Betriebsgrundstück befindet sich das „Badger Hotel“, ein Dachsbau, der die dort lebenden Dachse beherbergen soll. „Die wichtigsten Aspekte unserer Entscheidung, Incada zu unserem Hauskarton zu machen, waren der Wunsch nach einer Reduzierung unseres ökologischen Fußabdrucks sowie die Verfügbarkeit von Incada. Bei den Vorlaufzeiten anderer Hersteller von etwa 15 Wochen hätten wir eine Lagerreserve aufbauen müssen, um mögliche Unterbrechungen in den Lieferketten zu kompensieren. Das kostet Geld – mehr als wir erwartet haben“, fährt Podmore fort.

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Kommentar

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