Gerresheimer profitiert von US-Steuerreform

Veröffentlicht am: 16.04.2018

Das Unternehmen hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018 wie geplant beim währungsbereinigten Umsatz stabil gegenüber dem Vorjahr und beim währungsbereinigten Adjusted EBITDA unter Vorjahreswert abgeschlossen. Um die regionale Expansion weiter voranzutreiben, hat sich Gerresheimer dazu entschieden, ihr indisches Tochterunternehmen für pharmazeutische Kunststoffverpackungen komplett zu übernehmen und die verbleibenden 25 Prozent zu kaufen.
Im ersten Quartal 2018 konnte der Konzern den währungsbereinigten Umsatz von 298 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 299,2 Millionen Euro steigern. Damit ist der Umsatz organisch, das heißt bereinigt um Währungseffekte und um Akquisitionen sowie Desinvestitionen, um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal angestiegen. Die Umsätze mit Entwicklungsleistungen und Werkzeugen waren im Quartal wie geplant rückläufig. Der Verkauf von medizinischen Kunststoffsystemen entwickelte sich gut. Gerade das Inhalatorprojekt in Nordamerika entwickelt sich gut und konnte die geringere Nachfrage mit anderen medizinischen Kunststoffsystemen mit einigen Kunden, bei denen man Alleinlieferant ist, überkompensieren. Die Umsätze mit pharmazeutischen Kunststoffverpackungen in Brasilien und Indien zogen deutlich an. Unter anderem aufgrund der stark ausgeprägten Grippesaison war auch die Nachfrage nach Kunststofffläschchen für verschreibungspflichtige Medikamente in den USA recht hoch. Die Umsätze mit Primärverpackungen aus Glas waren in Nordamerika hingegen weiterhin rückläufig. Die relativ hohe Zurückhaltung einiger Pharma-Großkunden hält dort weiter an und verbessert sich nur langsam. Die gute Umsatzentwicklung mit Primärverpackungen aus Glas in allen anderen Regionen konnte dies allerdings vollständig kompensieren, insbesondere getragen durch gute Umsätze mit Kosmetikglas in Europa und mit Pharmaglas in China. Im Wesentlichen bedingt durch die Entwicklung des US-Dollar-Kurses ist der berichtete Umsatz im gleichen Zeitraum von 302,8 Millionen Euro auf 290,4 Millionen Euro gesunken.
Wertschwankungen des US-Dollars gegenüber dem Euro haben aufgrund der Produktionsstandorte in den USA und Finanzschulden in US-Dollar keinen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung des Konzerns, sondern führen im Wesentlichen lediglich zu Translationseffekten.

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Kommentar

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