Smurfit Kappa und Wings for Aid entwickeln Hilfebox

Veröffentlicht am: 10.03.2020

Ob bei Naturkatastrophen, Epidemien oder Kriegen: Am meisten leiden immer die Schwächsten in den betroffenen Gebieten. Schätzungsweise 100 Millionen Menschen in Katastrophengebieten benötigen jedes Jahr Nothilfe.

Und da ist zumeist schnelles Handeln gefragt. Hilfsgüter wie Medikamente, Nahrungsmittel, Trinkwasser oder Zelte müssen möglichst umgehend zu den Betroffenen gelangen. Elementar für die humanitäre Hilfe ist dabei die Lieferung per Flugzeug, da dies der schnellste Weg ist, und man einfacher in Gebiete gelangt, die auf dem Landweg nicht erreichbar sind.
Die Wings for Aid Foundation, ein niederländisches Start-up, das humanitären Organisationen hilft, Menschen in Not an schwer zugänglichen Orten zu erreichen, und Smurfit Kappa haben sich zusammengetan, um Hilfeboxen für den Abwurf aus Flugzeugen zu entwickeln. Tests haben gezeigt, dass die Hilfebox ohne Beschädigung des Inhalts aus einem Flugzeug abgeworfen werden kann. Bei den Tests wurde eine Packung mit 30 Eiern aus 100 Metern Höhe abgeworfen, die dabei unversehrt geblieben sind. Beim Abwurf öffnen sich die Seitenflächen des Kartons, um den Fall abzubremsen und zu stabilisieren. Die Verpackung kommt daher ganz ohne zusätzliche Polsterung oder eingebautem Fallschirm aus und hinterlässt nach Verwendung keinen ökologischen Fußabdruck.
Die Lösung ist kosteneffizienter und nachhaltiger als die derzeitigen Verpackungslösungen für Luftabwürfe. Durch die Zusammenarbeit mit Smurfit Kappa erfüllt die Hilfebox alle Industriestandards. Sie kann zudem weltweit produziert werden, wodurch kosteneffektive, nachhaltige und rasch lieferbare Verpackungen auf globaler Ebene zur Verfügung gestellt werden können. Die neue Verpackung befindet sich aktuell in einer späten Testphase, wird aber schon bald einsatzbereit sein. Noch in diesem Jahr ist der Einsatz verschiedener „Kits“ geplant. Diese können beispielsweise aus Lebensmitteln und Küchenutensilien, Hygieneartikeln oder medizinischen Produkten bestehen – je nachdem, in welcher Situation sich die Menschen in den Krisenregionen befinden, und welche Produkte gerade am dringendsten benötigt werden.

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Kommentar

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