40. Jahrestag des ersten GS1 Strichcode-Scans

Veröffentlicht am: 07.07.2014

Vor vierzig Jahren, am 26. Juni 1974, war Sharon Buchanan die erste Kassiererin, die im Marsh Supermarkt in Troy, Ohio (USA), einen GS1 Strichcode scannte und Clyde Dawson, Leiterin der Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei Marsh, war die Erste, die ein Produkt kaufte, dessen Preis auf der Packung auf einem Etikett aufgedruckt war.

 

Bei dem Produkt handelte es sich um eine 10-Stück Packung Wrigley's Juicy Fruit Kaugummi, die 67 Cents kostete. „Es erscheint ziemlich unglaublich, dass dieses Ereignis eine technische Revolution auslösen sollte, die Unternehmen jeglicher Art rund um den Globus betrifft”, so Tom O’Boyle, CEO und Präsident von Marsh Supermarkets.

In Österreich war es die Supermarktkette BILLA, heute Teil der REWE Group, die 1979 als erste zwei Filialen in Wien mit Scannern ausrüstete und den EAN-Code, der damals unter den Lieferanten noch nicht sehr verbreitet war, benutzte.

„Stellen Sie sich vor, es gäbe keinen Strichcode,” sagt Miguel Lopera, Präsident und CEO von GS1, einer neutralen, globalen, nicht-profitorientierten Organisation in Brüssel, Belgien, mit Mitgliedsorganisationen in mehr als 110 Ländern, die die meisten Strichcodes überwacht, die heute auf der Welt verwendet werden. „Können Sie sich die Schlangen an den Kassen vorstellen? Können Sie sich vorstellen, wie frustriert die Kunden wären? Stellen Sie sich vor, was in einem Supermarkt los wäre, wenn eines Tages der Scanner nicht funktionierte und das Kassenpersonal den Strichcode jedes Artikels manuell eingeben müsste? Und aus unternehmerischer Sicht stellen Sie sich bitte vor, wie es der Strichcode einem kleinen Hersteller in Indien ermöglicht, sein Produkt überall auf der Welt zu verkaufen, weil das Etikett in jedem Land in jeder Sprache gelesen werden kann.“

Die GS1 Strichcodes sind der bekannteste und anerkannteste Teil des GS1 Systems, des weltweit meist genutzten Standardsystems für Supply Chains. Das System beruht auf globalen Standards und Lösungen zur Verbesserung der Effizienz und Sichtbarkeit von Liefer- und Nachfrageketten weltweit. Es ist Sektor-übergreifend und wurde von GS1 entwickelt und umgesetzt.

GS1 Standards sind die Grundlage, um Produkte, Dienstleistungen und Informationen effizient und sicher zu bewegen – zum Vorteil für alle Beteiligten. Die Standards sichern den erfolgreichen Informations- und Warenverkehr zwischen Unternehmen und dienen als Basis, die eine strukturierte Zusammenarbeit vieler Wirtschaftszweige ermöglicht. GS1 Standards verbinden Unternehmen aus allen Bereichen der Supply Chain: Hersteller, Großhändler, Einzelhändler, Transporteure, Zollbehörden, Software-Entwickler oder lokale und internationale Aufsichtsbehörden. 

„Wenn ich in die Zukunft blicke, träume ich davon, dass die GS1 Standards auch in vielen anderen Branchen so breit angewendet werden wie derzeit im Konsumgüterbereich, denn jeder – die Unternehmen, die Gemeinden, der Konsument – kann davon profitieren.”

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Kommentar

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