Iggesund auf dem Weg zum klimaneutralen Kartonwerk

Veröffentlicht am: 03.05.2014

Schon heute ist Iggesund Paperboard als eines der 100 nachhaltigsten Unternehmen weltweit im United Global Compact Index gelistet. Nichtsdestotrotz hat sich der Kartonhersteller zum Ziel gesetzt, die gesamte Produktion klimaneutral zu betreiben. Man ist auf dem besten Weg dorthin.

 

Mit der Inbetriebnahme eines neuen Laugenkessels und der damit bisher größten Investition (250 Millionen Euro), konnte die jährliche Zellstoffproduktion von 350.000 auf 420.000 Tonnen erhöht werden. Der Kessel unterstützt den Betrieb zudem auf seinem Weg zur klimaneutralen Produktion. „Unser neuer Laugenkessel, der im Frühjahr 2012 in Betrieb genommen wurde, funktioniert mit jeder Feinabstimmung besser. Zudem kurbelt unsere steigende Zellstoffproduktion die Energieerzeugung an“, erklärt Werksleiter Olov Winblad von Walter. Mitte April war man vorübergehend in der Lage, die schwedische Kartonfabrik ausschließlich mit biogener Energie zu betreiben und noch dazu fast den gesamten benötigten Strom selbst zu erzeugen. „Die Verwirklichung unserer Vision von einer klimaneutralen Kartonfabrik, an der wir seit Langem arbeiten und in die wir viel investiert haben, ist nun zum Greifen nah“, so von Walter. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Vision ist die Verringerung der Luft- und Wasseremissionen auf ein absolutes Minimum. Nach der Feinabstimmung des Kessels stellte sich heraus, dass sich die ohnehin geringen Partikelemissionen des Werks nochmals halbiert hatten.
Vor gut einem Jahr fand auch eine radikale Änderung in der Energieversorgung der Iggesund-Kartonfabrik im englischen Workington statt. Vom Betrieb mit fossilem Erdgas wurde auf Biomasse umgestellt. Hierzu war eine Investition in Höhe von etwa 122 Millionen Euro für einen neuen Biobrennstoffkessel erforderlich. Heute wird das Werk ausschließlich mit biogenen Brennstoffen betrieben und deckt nicht nur den eigenen Energiebedarf, sondern speist zudem klimaneutralen Strom in das britische Stromnetz ein.
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