Bobst und Radex = Mouvent

Veröffentlicht am: 07.07.2017

Bobst hat sich mit einem Schweizer Start-up-Unternehmen zusammengetan und möchte mit dem dafür eigens gegründeten Unternehmen Mouvent Digitaldruck neu gestalten. Die ambitionierte Vision: mit einem Druckkopfkonzept eine Fülle von Substraten bedrucken zu können. Dank ihres intelligenten und kompakten Designs soll diese Technologie das Herzstück von neuen Druckmaschinen sein, die das Unternehmen für ein breites Anwendungsspektrum, darunter Textilien, Etiketten, Wellpappe, flexible Verpackungen und Faltschachteln, entwickelt.

Bobst CEO Jean-Pascal Bobst, dessen Unternehmen mit 50,1 Prozent an Mouvent beteiligt ist, meinte bei der Vorstellung, dass es gelungen sei mit dieser Entwicklung endlich der Abhängigkeit von Druckkopfanbietern und dazu passenden Tinten zu begegnen. Das sei mit der von Radex entwickelten integrierten Cluster-Technologie gelungen, die auf Samba Druckköpfen von Fujifilm beruht.
Das neue Unternehmen ist ein Joint-Venture, das zum Digitaldruck Competence Center und Lösungsanbieter von Bobst ausgebaut werden soll. Die Erfahrung kommt von einem Team aus Digitaldruckspezialisten, die ihr damaliges Unternehmen Graph Tech 2012 an Domino verkauften. Mastermind ist hier Piero Pierantozzi, der dann gemeinsam mit Peter Brandenberger, Marcel Galliker und Walter Urech das Unternehmen Radex gründete.
Neben den Digitaldruckmaschinen wird Mouvent eine vollintegrierte Komplettlösung anbieten. So entwickelt, konstruiert und testet das Unternehmen auf Grundlage seines Mouvent Clusters leistungsstarke Digitaldruckmaschinen und macht diese fit für den industriellen Einsatz. Mouvent schreibt die Software für die Druckmaschinen, entwickelt Tinten und Beschichtungen für verschiedene Bedruckstoffe und bietet ein Full-Service-Angebot. Das Unternehmen verspricht bei der Inkjet-Produktion von Etiketten neue Maßstäbe für die Kosten und die Qualität, die Tintenpreise, die Lebensdauer und die Qualität der Druckköpfe sowie für die Maschinenleistung zu setzen. So wird auf der Labelexpo mit der LB 701 eine Maschine zu sehen sein, die 100 Meter pro Minute schnell ist und für eine Jahresproduktion von 1,8 Millionen Quadratmeter in einer Schicht ausgelegt ist. Die Bahnbreite ist 170 Millimeter. Die Auflösung beträgt 1.200 x 1.200 dpi, die optisch auf 2.000 dpi erhöht werden kann. Ähnliche Leistungsdaten gelten auch für die LB 702, mit der bei einer Bahnbreite von 340 Millimeter 3,8 Millionen Quadratmeter angepeilt werden. Beide Maschinen werden als UV-Anlagen gezeigt.

Der LB 701 Etikettendrucker wird erstmals auf der Labelexpo zu sehen sein.

« voriger   |   nächster » « zurück

Kommentar

Grillsaison aus einem anderen Blickwinkel

Liebhaber von Weber & Co samt gegrillten fleischlichen Ergebnissen werden die folgenden Zeilen wohl stirnrunzelnd betrachten, und dennoch sollen sie zum Nachdenken anregen. Denn im Fachblatt Science wurden kürzlich die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, die teilweise Bekanntes bestätigt, aber auch zu neuen, teils überraschenden Erkenntnissen kommt.