Bosch erweitert CPS-Portfolio für Serialisierung von Pharmaverpackungen

Veröffentlicht am: 26.01.2015

Im Kampf gegen Medikamentenfälschung stehen in einer Vielzahl von Ländern Gesetzesänderungen zur verschärften Kennzeichnung von Arzneimitteln vor der Türe. Bosch Packaging Technology hat deswegen sein Portfolio für die Serialisierung pharmazeutischer Verpackungen ausgebaut.

 
Das CPS (Carton Printing System) bildet die Basis für sämtliche Serialisierungslösungen von Bosch. Das System druckt je nach Kundenbedarf 1D oder 2D Data Matrix Codes auf bis zu 400 Faltschachteln pro Minute. Dank eines Upgrades des Kamerasystems können nun beide Codes auf unterschiedlichen Kartonqualitäten zuverlässiger geprüft werden. Entspricht der Kontrast und die Lesbarkeit des Data Matrix Codes nicht der geforderten Qualitätsstufe werden die Produkte automatisch aussortiert. Von der Vorderseite aus lässt sich die Maschine leicht bedienen, so dass mechanische Komponenten bei Formatumstellungen einfach und schnell zugänglich sind. Beim CPS 1900 reduzieren sich Stillstandzeiten durch ein optimiertes Einfädeln des Etikettenbandes bei Formatwechseln auf ein Minimum. Für die zuverlässige Zuordnung der Seriennummern lassen sich die CPS-Systeme mehrstufig mit Maschinensoftware und Unternehmens-IT verknüpfen. Je nach Land und Richtlinie werden die Nummern entweder landesweit zentral vergeben oder vom Unternehmen selbst generiert. Lohnhersteller wiederum beziehen die Nummern von ihren Auftraggebern. „Unser IT-System ist für alle drei Fälle gerüstet. Wahlweise lassen sich die Bosch-Anlagen aber auch flexibel mit Systemen anderer IT-Anbieter kombinieren“, erklärt Daniel Sanwald, Produktmanager bei Bosch Packaging Technology.
 
Steigender Serialisierungsbedarf weltweit
Der Bedarf an Serialisierungstechnik wird nach Ansicht der Experten in den kommenden Jahren weiter steigen. Die Umsetzung neuer Richtlinien steht 2015 unter anderem in Saudi-Arabien an, wo Verpackungen schrittweise mit einem Data Matrix Code und 2016 mit Serialisierungsnummern versehen werden müssen. In Brasilien müssen ab 2015 testweise einzelne Chargen über Serialisierungen verfügen, bevor sie 2016 für alle obligatorisch werden. Die amerikanische FDA (Food and Drug Administration) strebt für alle verschreibungspflichtigen Arzneimittel eine standardisierte Kennzeichnung in Form eines 2D Data Matrix Codes auf Verpackungsebene an, die schrittweise bis Ende 2023 implementiert werden soll. Die Richtlinie 2011/62/EU (Falsified Medicines Directive) der Europäischen Union sieht kodierte Verpackungen mit einem 2D Data Matrix Code und eindeutiger Seriennummer für nahezu alle verschreibungspflichtigen Arzneimittel voraussichtlich ab dem ersten Quartal 2018 vor.
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