Biopolymere als Bausteine der Kreislaufwirtschaft

Veröffentlicht am: 19.04.2018

Die Kreislaufwirtschaft steht im Fokus der am 20. Juni 2018 in Wien stattfindenden Biopolymer-Fachtagung des Kunststoff-Clusters. Organisiert wird die Veranstaltung heuer gemeinsam mit der Österreichischen Energieagentur (AEA). Ökologische Nachhaltigkeit und ökonomischer Nutzen sind im Konzept der Kreislaufwirtschaft kein Widerspruch, sondern ergänzen einander. So berechneten Ökonomen einen jährlichen Mehrwert in der Höhe von 1,8 Trillionen Euro für die Bereiche Mobilität, Lebensmittel und Bauen, wenn ab 2030 dieses Konzept in Europa implementiert wird. Die effiziente Integration natürlicher und nachwachsender Ressourcen macht Biokunststoff zu einem essentiellen Baustein dieses Konzepts und die diesjährige Biopolymer-Fachtagung wird Biokunststoffe aus dem Blickwinkel der Kreislaufwirtschaft beleuchten.

International anerkannte Experten betrachten bei der ganztägigen Fachtagung die gesamte Wertschöpfungskette von Biopolymeren. Key-Note Speaker wird Kristy-Barbara Lange von European Bioplastics sein. Der Bogen der Vorträge beginnt mit den Rahmenbedingungen der europäischen Gesetzgebung, die mit der kürzlich veröffentlichten Kreislaufwirtschaftsstrategie der europäischen Kommission eine klare Richtung hat. Er setzt sich fort mit der Rohstoffgewinnung, über die Verarbeitung von Biokunststoffen und wird mit dem Recycling eben dieser enden. Dabei wird auch abgeklärt, wann und wo Bioabbaubarkeit sinnvoll ist. Angesprochen sollen mit dem Programm Innovateure und Entscheidungsträger aus den Bereichen F&E, Produktion, Vertrieb und Produktmanagement werden, die ein strategisches Interesse an Biopolymeren haben.

 

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Kommentar

Nicht weniger, sondern klüger

Dass die Verpackung weit besser ist als ihr Ruf, ist branchenintern kein Geheimnis. Doch auch bei den Verbrauchern setzt langsam ein Umdenken ein. Ihre Eigenschaften als Frischebewahrer werden durchaus geschätzt. Zeitgleich ist die Nachfrage nach umweltbewussten Alternativen hoch. Gefragt sind jetzt nicht weniger, sondern klügere Verpackungen.