Achema 2018: Maßanfertigung von der Stange

Veröffentlicht am: 22.05.2018

Im Februar 2019 wird es ernst mit der Tamper-Evident-Pflicht für viele Medikamente in der EU. Doch eine ganze Reihe von Pharmaherstellern und Verpackungsdienstleistern haben ihren Maschinenpark noch nicht umgerüstet – und setzen jetzt zum Endspurt an. Das bekommen nicht zuletzt die Hersteller von Verpackungs- und Kennzeichnungslinien zu spüren. Herma reagiert mit drei neuen Tamper- Evident-Modulen, zeigt wie Maschinenbauer ihre Verpackungsanlagen effizient ausrüsten und dabei auch große Stückzahlen bewältigen können. Auf der Messe zu sehen sind drei unterschiedliche Module. Alle drei Lösungen beinhalten jeweils zwei Hochleistungsetikettierer vom Typ Herma 400, die sich so anordnen lassen, dass sie alle gängigen Positionierungen von Tamper-Evident-Etiketten auf den Seitenlaschen von Faltschachteln abdecken können. Aufgrund seiner Kompaktheit eignet sich die Anlage besonders für den Einbau in Verpackungslinien: Herma war der erste Anbieter, dem es in einer Serienfertigung gelang, die Steuerung innerhalb des Etikettierers zu integrieren, sodass ein eigener Schaltschrank überflüssig wurde.

Bei Herma werden die Tamper-Evident-Module in großen Stückzahlen auf einer getakteten Montagelinie gefertigt. Es sind inzwischen mehrere tausend Einheiten pro Jahr. „Das dürfte weltweit einzigartig sein. Damit einher geht ein hohes Maß an Prozesssicherheit in der Fertigung der Etikettierer selbst, aber natürlich auch in Hinblick auf die Prozesse beim Pharmahersteller oder Systemintegrator“, sagt Martin Kühl, der den Herma Geschäftsbereich Etikettiermaschinen leitet. „Mit unserer modularen Bauweise lässt sich damit gewissermaßen eine Maßanfertigung ‚von der Stange‘ erzielen. Damit können wir sehr spezifisch auf die individuellen Bedürfnisse einzelner Anlagenbauer eingehen.“

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Kommentar

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