Forscher finden Ursachen für stinkenden Kleber

Veröffentlicht am: 04.09.2017

Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung haben jene Substanzen identifiziert, die für unangenehme Gerüche von Klebstoffen verantwortlich sind.

Damit erhalten Hersteller die Möglichkeit, den Produktionsprozess zu optimieren. Produkte können für die Konsumenten entsprechend attraktiver gemacht werden. Die Ergebnisse wurden im Magazin „International Journal of Adhesion and Adhesives" publiziert. Die Wissenschaftler haben 27 Geruchsstoffe identifiziert, die die Fehlgerüche verursachen - darunter Methylmethacrylat, Acetophenon, 1-Butanol, 4-Metylphenol, Phenylessig-säuremethylester und Essigsäure. 20 Substanzen wurden erstmals als geruchsaktive Bestandteile von Klebstoffen entdeckt - wie beispielsweise die chemische Verbindung Borneol. Ebenso variantenreich wie die nachgewiesenen Geruchsstoffe waren die Geruchseindrücke, die von stechend, fruchtig, lederartig, rauchig bis schimmelig reichen. „Wenn Produkte besonders stark riechen, kann das darauf hinweisen, dass bedenkliche Substanzen enthalten sind", so Forschungsleiterin Andrea Büttner. Einige der Proben enthielten phenolische Verbindungen, die im Verdacht stehen, erbgutverändernd zu sein. Die stellvertretende Institutsleiterin sieht einen Handlungsbedarf, die Produktentwicklung von Klebstoffen zu optimieren: „Unsere Analysen zeigen, dass eine Reihe der gefundenen Substanzen eliminiert werden müssten – nicht nur in Hinblick auf die Geruchsbelästigung. Die starken Gerüche können durchaus Kopfschmerzen und Schwindel hervorrufen."

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