Mondi Frantschach nimmt RB4 in Betrieb

Veröffentlicht am: 13.09.2013

In Anwesenheit hochrangiger Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Industrie wurde bei Mondi Frantschach der neue Kessel zur Verbrennung flüssiger Biomasse, der Recovery Boiler 4 (RB 4), offiziell in Betrieb genommen. Mit der Errichtung des RB4 hat Mondi 60 Millionen Euro in die Papier- und Zellstofffabrik in Frantschach investiert und setzt mit Hilfe der Ökostrom-Anlage neue Standards für Industrie und Umwelt in der Region.

 

Nach der Spatenstichfeier im April 2012 und einer Bauzeit von nur 18 Monaten konnte im Juli 2013 der RB4 mit „flüssigem Holz“ (Brennlauge) erfolgreich gestartet werden. Der neue Kessel ersetzt die beiden Kesselanlagen CKII und CKIII aus den 1950er- und 1970er-Jahren, die planmäßig abgestellt wurden.

 „Dieser Laugenverbrennungskessel ist in mehrerlei Hinsicht ein Signal: Er ist eine wichtige Investition in eines unseres wichtigsten Werke, und damit gleichzeitig auch in das Lavanttal, und zeigt, wie sinnvoll die kaskadische Nutzung von Holz ist. Wir schaffen eine fünffach höhere Wertschöpfung als Biomasse-Kraftwerke, die Holz nur zur Energiegewinnung verbrennen, indem wir erst Produkte herstellen, und wo immer möglich recyceln, bevor der Rest zur Energiegewinnung genutzt wird. Auf diese Weise produzieren wir Ökostrom. Darüber hinaus werden durch diesen Prozess siebenmal mehr Arbeitsplätze geschaffen, was in diesen herausfordernden Zeiten wirklich wichtig ist“, betonte Peter J. Oswald, CEO Mondi Europe & International.

Peter Kaiser, Landeshauptmann von Kärnten, der ebenfalls an der Feier teilnahm, zeigte sich erfreut über die Errichtung des RB4 in Frantschach: „Diese Investition ist ein klares Bekenntnis eines der größten Arbeitgebers der Region zum Wirtschaftsstandort Kärnten. Gerade angesichts der schwierigen Arbeitsmarktsituation, mit der Kärnten zu kämpfen hat, ist die Investition von Mondi ein wichtiges Zeichen. Als Landeshauptmann möchte ich mich bei der Unternehmensführung für dieses Vertrauen herzlich bedanken. Gleichzeitig gilt mein Dank den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hier in Frantschach. Ihr Einsatz und ihr Können ist die Grundlage für solche Investitionen. Mit der Errichtung des RB4 werden nicht nur für die Region und Kärnten wichtige Arbeitsplätze gesichert, Mondi setzt damit auch ein deutliches Zeichen dafür, dass das Unternehmen seine Verantwortung für eine nachhaltige Unternehmenspolitik wahrnimmt und mit gutem Beispiel für die sinnvolle Nutzung des Rohstoffes Holz vorangeht.“

Die Nutzung modernster Technologien setzt die konsequente Umweltpolitik des Werkes fort. „Mit dem neuen RB4 als Teil der Ökostrom-Anlage kann die Eigenenergieversorgung durch den Einsatz kombinierter und hocheffizienter Wärme- und Stromerzeugung weiter gesteigert werden. Die Zellstoff- und Papierfabrik kann künftig energieautark arbeiten“, ergänzte Gottfried Joham, Geschäftsführer des Werkes Mondi Frantschach.

Darüber hinaus wird Mondi den CO2-Fußabdruck weiter reduzieren, indem der bereits hohe Gebrauch von kohlenstoffneutralen Biobrennstoffen für die Energiegewinnung sukzessive erhöht wird. In der Mondi Frantschach GmbH stammen mehr als 96 Prozent der elektrischen Energie aus erneuerbaren Quellen.

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