Greiner Holding will profitabel wachsen

Der oberösterreichische Kunststoffverarbeiter Greiner will mit Technologie-Zukäufen und Expansionen in Asien und Amerika weiter wachsen. Hauptfaktoren für die Profitabilität seien Globalisierung, Innovation und Diversifikation, erklärte CEO Axel Kühner Mitte Oktober auf einer Veranstaltung der Managementberatung Horváth & Partners in Wien. Ein Muss sei die Nachhaltigkeit bei allen Aktivitäten. Gerade als Unternehmen in der Kunststoff- und Schaumindustrie habe man besondere Verantwortung. Kühner betonte die Bedeutung klarer Investitionskriterien und langfristiger Planung. Der Konzern investiert derzeit in Märkten wie Russland und in der Türkei, obwohl das Risiko dort deutlich höher sei. Umgekehrt seien aber auch die Margen höher und die Kaufobjekte preiswerter. „Wir gehen in Märkte mit geringerem Wettbewerb. Das wirkt sich sehr gut auf die Profitabilität aus", meinte Kühner. Auch die Nachhaltigkeit zahlt langfristig in die Profitabilität ein, ergänzte der Greiner-Chef, der Compliance-Risiken generell höher einschätzt als Risiken durch mögliche Versicherungs- oder Schadensfälle. Immer up to date zu sein, bei Produkten Mehrwert und eine gute Ökobilanz mitzuliefern, sei ein Differenzierungsmerkmal.
Zu den größten Herausforderungen ihrer Expansionsstrategie zählt die Greiner Holding international fehlendes Fachpersonal und die kulturelle Vielfalt bzw. Andersartigkeit anderer Märkte. In den Auslandsmärkten nicht vorhandene Fachkräfte seien „einer der limitierendsten Faktoren überhaupt", sagte Kühner. So müssten sogar schon beschlossene Investitionsprogramme in Auslandsmärkten zurückgestellt werden, weil die Manager und Spezialisten dafür fehlen oder nicht bereit sind überzusiedeln.


Foto: Harald L. Schedl (HLS), Axel Kühner und Stefan Bergsmann. © Nadine Bargad

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Kommentar

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