Dreistellige Millioneninvestition bei Herma

Veröffentlicht am: 08.02.2016

Herma steht vor der größten Investition in der 110-jährigen Unternehmensgeschichte. 100 Millionen Euro wird das auf Selbstklebetechnik spezialisierte Unternehmen in Filderstadt investieren.

Errichten werden soll dort ein weiteres, komplett neues Beschichtungswerk für Haftmaterial. Ebenfalls realisiert wird eine Fertigungslinie für Etikettierer und Etikettiermaschinen. Beide Produktionsanlagen werden auf dem Gelände entstehen, das Herma Mitte 2015 hat. Es befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hauptsitz erworben. Der Kaufpreis ist in der Investitionssumme nicht enthalten. Der Baubeginn ist für 2017, die Inbetriebnahme für 2019 vorgesehen. Die vorgestellte Investition sei die erste Stufe eines Masterplans für das über 80.000 Quadratmeter große Gelände, der bis ins Jahr 2040 reicht.
Im Bereich Haftmaterial baut Herma mit der Investition die jährliche Beschichtungskapazität um 50 Prozent aus. Sie wächst von jetzt 750 Millionen Quadratmeter auf über 1,1 Milliarden Quadratmeter Haftmetrial. „Wir werden in dem neuen autarken Beschichtungswerk sowohl Haftmaterial produzieren als es auch nach Kundenvorgaben konfektionieren", erläutert Geschäftsführer Dr. Thomas Baumgärtner, der auch den Bereich Haftmaterial leitet. „Wir werden dann auch in der Lage sein, unser Portfolio um gänzlich neue Produkte zu erweitern. Außerdem können wir aufgrund der dort eingesetzten Technologie insbesondere im interessanten Folienbereich noch stärker zulegen.“
Der ebenfalls deutlich zulegende Bereich Etikettiermaschinen, der im Moment noch in Deizisau seinen Sitz hat, wird im Zuge dieser Investition nach Filderstadt umziehen. Insbesondere das Geschäft mit Maschinen für den Healthcare-Bereich sowie die Expansion in internationalen Märkten, vor allem in Nordamerika, sind aktuell die größten Wachstumstreiber. Die Möglichkeit, in Filderstadt zu expandieren, komme deshalb zum richtigen Zeitpunkt.
 

Foto: BFK Architekten, Stuttgart

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Kommentar

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