Intelligente Spritz-Streck-Blasformtechnologie entwickelt

Veröffentlicht am: 26.03.2018

Mit der Entwicklung des Blowliners, der einstufigen Spritz-Streck-Blasformmaschine, hat sich die Kiefeltochter Mould & Matic einen neuen Markt erschlossen. Das Unternehmen zeigt die Anlage live auf der NPE in Orlando. Bernhard Hornhuber, Vertriebsmanager Blasformtechnik, hat den Blowliner mit entwickelt und ist zu Recht stolz auf sein „Baby“: „Die Kunden schätzen es sehr, dass sie die extrem raumsparende Linie komplett aus einer Hand bekommen – vom Granulat bis zur Verpackung.“

In drei Baugrößen steht der Blowliner zur Verfügung. Die Linie verarbeitet PET, PP sowie HDPE und lässt sich durch die intelligente Konzeption jederzeit auch auf Multilayer-Anwendungen aufrüsten. Vor allem der Premiumsektor, der auf hohe Qualität und Transparenz der Verpackungen bei mittleren Stückzahlen Wert legt, schätzt die 1-Stufen-Anlage. Die Gründe bringt Hornhuber auf den Punkt: „Unsere Kunden benötigen die Flexibilität, auf der gleichen Maschine unterschiedliche Behälter mit Volumen zwischen zehn Millilitern und fünf Litern zu fertigen. Der Blowliner realisiert all diese Wünsche und trägt so bei unseren Kunden zu einer nachhaltig hohen Anlagenauslastung bei.“


Technischer Überblick
Am Anfang der linear aufgebauten Maschine steht die Spritzgießeinheit, eine vertikale hydraulische Engel Maschine. Hier entstehen die Vorformlinge, je nach Produkt in zwischen acht bis 64 Kavitäten. Noch warm entnimmt sie ein Linearroboter mit Greifdorn und übergibt die Vorformlinge an die Streck-Blas-Einheit. Die Maschine arbeitet mit ein- bis vierreihigen Blaswerkzeugen, die die Vorformlinge mit Durchmessern von zehn bis 150 Millimeter aufnehmen. Jede Kavitätenreihe hat ein eigenes Vor- und Hauptblasventil, sodass sich der Vor- und Hauptblasdruck individuell einstellen lässt. Die gesamte Streck-Blas-Einheit verfügt über servomotorische Antriebe, die für hohe Wiederholgenauigkeiten, Präzision und Energieeffizienz sorgen. Nach dem Ende des Blasvorgangs entnimmt der Vakuumgreifer des integrierten linearen Entnahmesystems die fertigen Produkte aus dem Werkzeug und stellt diese präzise auf einem Förderband oder direkt in Kartons ab.


Hohe Flexibilität, Produktivität und Qualität
Viele Überlegungen flossen bei der Konzeption des Blowliners in die Werkzeugtechnik. Hornhuber erinnert sich: „Unser Ziel war es, die Kavitätenzahl und damit die Produktivität bei zusätzlich optimierter Zykluszeit zu bestehenden Anlagen zu erhöhen. Es sollte möglich sein, sehr unterschiedliche Produkte, was Größe und damit Anzahl der Kavitäten anbelangt, mit der gleichen heißen Seite des Werkzeuges zu fertigen.“ Die Lösung liegt in einem ausbalancierten Heißkanalwerkzeug mit Nadelverschlusssystem. Das bietet die Möglichkeit, verschiedene Produktgrößen und Werkzeugkonfigurationen zu realisieren. Auf dem Blowliner M sind Zykluszeiten von zehn Sekunden möglich, der kleine Bruder Blowliner S schafft es sogar in unter acht Sekunden.

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Kommentar

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