Produziert wird künftig auch Glas

Veröffentlicht am: 15.03.2018

Gerresheimer Medical Systems erweitert sein Technisches Competence Center (TCC) am Standort Wackersdorf. Das Unternehmen investiert einen zweistelligen Millionenbetrag, um 3.000 Quadratmeter zusätzliche Fläche für die Entwicklung und Industrialisierung von Glasprodukten wie beispielsweise Spritzen und Karpulen, zu schaffen. Das Aufgabengebiet des Technischen Competence Centers wird damit über den bisherigen Schwerpunkt Kunststoff hinaus auf einen weiteren Werkstoff Glas ausgeweitet. Die Strategie des Unternehmens ist, seine Kompetenz für beide Materialien unter einem Dach zusammenzuführen. Mit dem Bau wurde vor kurzem begonnen, zum Jahresende soll das Projekt abgeschlossen sein. Das TCC bündelt alle Bereiche, die für die technische und ablauforganisatorische Umsetzung von Produkten notwendig sind. Bis 2020 werden hierfür 25 neue Arbeitsplätze geschaffen. Ein Schwerpunkt der Erweiterung ist der Aufbau einer Kleinserienfertigung (Small Batch Production) für vorfüllbare Spritzen und Karpulen aus Glas. Hier können vorserielle Baugruppen von der Glasformung bis hin zu versandfertigen, gewaschenen und silikonisierten Ready-to-fill-Systemen produziert werden. Schwerpunkt sind dabei Spritzen und Karpulen für besonders anspruchsvolle biotechnologisch hergestellte Medikamente, klinische Muster für die Zulassung oder Prototypen für die Prozess- und Technologieentwicklung. Parallel wird auch im Bereich Automation Systems (Sondermaschinenbau) Glaskompetenz aufgebaut, um innovative Technologien zur Glasformung und Automatisierung zu entwickeln. Neue Generationen von Glasformlinien für die Spritzenproduktion werden zukünftig in Kooperation der Standorte Bünde und Wackersdorf entstehen.

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Kommentar

Nicht weniger, sondern klüger

Dass die Verpackung weit besser ist als ihr Ruf, ist branchenintern kein Geheimnis. Doch auch bei den Verbrauchern setzt langsam ein Umdenken ein. Ihre Eigenschaften als Frischebewahrer werden durchaus geschätzt. Zeitgleich ist die Nachfrage nach umweltbewussten Alternativen hoch. Gefragt sind jetzt nicht weniger, sondern klügere Verpackungen.