Klingele kauft in Kuba

Veröffentlicht am: 19.09.2017

 

Die Klingele Gruppe investiert in den kubanischen Markt. Das Unternehmen beteiligt sich an der spanischen Holding Trade Packaging S.A. und betreibt damit künftig zwei Wellpappenwerke und ein Faltschachtelwerk auf Kuba.

Nach dem Tod seines Bruders Fidel hat Raul Castro Wirtschaftsreformen eingeleitet. Diese zielen auf eine Stärkung der Privatwirtschaft ab. Einhergehen soll eine höhere Beteiligung ausländischer Unternehmen an der lokalen Wirtschaft.

Über die Beteiligung Klingeles an der Trade Packaging konnte der Anteil an dem kubanischen Verpackungsunternehmen Compacto Caribe S.A. auf 51 Prozent erhöht werden. Der kubanische Staat hält künftig 49 Prozent hält. Dies stellt eine Ausnahme in dem planwirtschaftlich geprägten Land dar. Normalerweise ist der Staat mit mindestens 50 Prozent an Joint Ventures beteiligt. Bisher hielt Trade Packaging 50 Prozent an Compacto Caribe, mit einem Faltschachtelwerk in Palma Soriano und einem Wellpappenwerk in San Jose. Mit dem Einstieg von Klingele bringt der kubanische Staat die beiden Wellpappenwerke des zweiten kubanischen Produzenten Cubapel mit in das Unternehmen ein, die sich bisher zu 100 Prozent in Staatsbesitz befanden. Im Gegenzug fließen Investitionen in beide Werke, die in den 70er Jahren in Havanna und Santiago de Cuba errichtet wurden.

Nach der Schließung und Verlagerung der Produktion von San José nach Havanna verbleiben nun zwei Wellpappenwerke und ein Faltschachtelwerk mit insgesamt 263 Mitarbeitern. Diese sind gut positioniert, die elf Millionen Einwohner auf der über 1.000 Kilometer langen Insel zu versorgen.

 

« voriger   |   nächster » « zurück

Kommentar

Unbequeme Convenience

Immer einfacher,

immer bequemer: der Convenience-Trend macht vor dem Obstregal nicht Halt. Geschälte und wieder verpackte Bananen sind ein bekanntes Worst-Case Beispiel.

Die neue Multi-Frucht-Box von San Lucar kommt zwar ohne das Schälen und Wiederverpacken aus, ist ansonsten aber auch nicht überzeugender.