Öko-Box und ARA schließen sich zusammen

Veröffentlicht am: 24.06.2014

ARA Vorstand Dr. Christoph Scharff
 
Dr. Josef Meyer, Eigentümervertreter der Öko-Box und Geschäftsführer von Tetra Pak Österreich
 
 
 

Auch die Öko-Box ist von den Veränderungen betroffen, die die Novellierung des Abfallwirtschaftsgesetzes (AWG) ab 01.01.2015 mit sich bringt. Seit 20 Jahren hat die Öko-Box die Aufgabe in Österreich flächendeckend Getränkekartons zu sammeln und dem Recycling zuzuführen.

                                     
Die Sammlung erfolgt einerseits über Boxen, andererseits über die Gelbe Tonne und den Gelben Sack der ARA. 2013 wurden über 19.000 Tonnen Getränkekartons erfasst. Rund 40 Prozent davon wurden stofflich verwertet. Die Spezialisierung auf Getränkekartons ist ab 1. Jänner 2015 rechtlich nicht mehr möglich: Sammel- und Verwertungssysteme müssen ihre Leistungen künftig für die gesamte Sammelkategorie Leichtverpackungen anbieten. Um den Fortbestand der Sammlung von Getränkekartons zu sichern, erwirbt die ARA AG 100 Prozent an der Öko-Box Sammelges. m. b. H.. Im Gegenzug beteiligen sich die bisherigen Öko-Box-Gesellschafter Tetra Pak, SIG Combibloc und Elopak über einen gemeinsamen Verein mit 3,7 Prozent an der ARA AG.
„Auf Basis dieser gesetzlichen Neuregelung mussten wir das Sammel- und Verwertungsmodell für Getränkekartons in Österreich grundlegend überdenken. Der Zusammenschluss mit dem bisherigen Öko-Box Partner ARA ist für uns als Verpackungshersteller die beste Lösung, wie in Österreich die Sammlung und das Recycling von Getränkekartons in gewohnter Qualität weitergeführt werden kann“, so Dr. Josef Meyer, Eigentümervertreter der Öko-Box und Geschäftsführer von Tetra Pak Österreich.
„Durch diese Lösung bleiben die bekannte Marke Öko-Box wie auch die funktionierende Sammelsystematik erhalten: Für die Bevölkerung soll sich ja nichts ändern. Das Zusammenrücken von Öko-Box und ARA ermöglicht vielmehr eine zweckmäßige Abstimmung der Sammelsysteme und damit Kosteneinsparungen für Wirtschaft und KonsumentInnen“, ergänzt ARA Vorstand Dr. Christoph Scharff.

 

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Kommentar

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