Stora Enso und Sulapac entwickeln biologisch abbaubaren Trinkhalm

Veröffentlicht am: 10.12.2018

Stora Enso und Sulapac präsentierten auf der Slush 2018 in Helsinki die Demoversion von nachhaltigen Trinkhalmen. Die Start-up-Technologiekonferenz zieht jährlich 20.000 Tech-Enthusiasten aus aller Welt an. Die nachhaltigen, für die Massenproduktion konzipierten Trinkhalme sollen herkömmliche Trinkhalme aus Kunststoff ersetzen. Die auf Sulapacs Bioverbundstoff aus Holzfasern und natürlichen Bindemitteln basierenden neuen Trinkhalme sind in industriellen Kompostierungsanlagen wie auch in der Meeresumwelt biologisch abbaubar.
„Dies ist ein bedeutender Schritt für Stora Enso, der unsere Entschlossenheit zeigt, auf fossilen Rohstoffen basierende Materialien nach und nach durch erneuerbare Lösungen zu ersetzen“, betont Executive Vice President Annica Bresky von der Division Consumer Board. „Unsere Zusammenarbeit mit Sulapac ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie wir durch Partnerschaften Innovationen beschleunigen und dadurch innerhalb der Biowirtschaft nachhaltige Lösungen entwickeln können.“
Im Mai 2018 unterzeichnete Stora Enso einen Vertrag zur Lizenzierung der Materialien und Technologie von Sulapac. Die Entwicklung des Demo-Trinkhalms ist ein Gemeinschaftsprojekt von Stora Enso und Sulapac – eine Kooperation, die Stora Ensos umfangreiche Produktpalette an Bioverbundstoffen ergänzt.
„Das Umweltbewusstsein ist ein wichtiger Faktor der Verbrauchernachfrage, und unsere Kunden möchten beim Ersetzen nichterneuerbarer Rohstoffe unterstützt werden“, erläutert Hannu Kasurinen, Senior Vice President, Head of Liquid Packaging and Carton Board. „Verschiedene Lösungen aus Bioverbundstoffen wie Deckel, Verschlüsse und Trinkhalme aus erneuerbaren Materialien sind als Zusatzprodukte hervorragende Ergänzungen zu unserem Verbraucherkartonsortiment und stellen für unsere Kunden einen deutlichen Mehrwert dar.“
Das Sulapac-Material kann mit bereits vorhandenen Extrudern verarbeitet werden. Die kommerzielle Produktion der neuen Trinkhalme wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2019 aufgenommen.

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Kommentar

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