2014 starkes Recyclingjahr für Österreich

Veröffentlicht am: 13.01.2015

Zum Jahreswechsel zogen ARA, AGR und PET to PET ihr Resümee. Die Bilanz fällt äußerst positiv aus: trotz schwächelnder Wirtschaftsentwicklung befinden sich die Sammelmengen auf Rekordniveau – die Recyclingleidenschaft der Österreicher scheint ungebrochen.

 
Knapp über eine Million Tonnen Altstoffe aus Haushalten landeten 2014 nicht im Restmüll, sondern in der getrennten Sammlung zur Verwertung. Die Daten der Altstoff Recycling Austria AG (ARA) und der Austria Glas Recycling GmbH (AGR) zeigen, dass mit 1.003.000 Tonnen das Vorjahresniveau erreicht werden konnte.
Ein Blick auf die einzelnen Packstoffe offenbart ein homogenes Bild. Bei Papier wurde mit 594.000 Tonnen um 0,1 Prozent mehr erfasst als 2013. Glas wird laut aktueller Hochrechnung auf dem hohen Niveau des Jahres 2013 liegen. Mit 147.000 Tonnen Leichtverpackungen konnten nur geringfügig (-0,2 Prozent) weniger erfasst werden als im Vorjahr. Bei den Metallverpackungen zeigt sich – dem langjährigen Trend folgend – ein Rückgang um 2,2 Prozent auf 28.000 Tonnen. Auch beim Altglas bleibt der Trend stabil. Im Jahr 2013 wurden österreichweit insgesamt rund 234.000 Tonnen Altglas gesammelt – ein Ergebnis, das gemäß aktueller Prognosen auch für das Jahr 2014 zu erwarten ist.
 
PET to PET zieht Jahresbilanz
Auch die PET to PET Recyclinganlage in Müllendorf im Burgenland blickt auf ein erfolgreiches und effizientes Jahr zurück. 2014 wurden 820 Millionen PET Flaschen recycelt und somit die Rekordmenge von mehr als 20.500 Tonnen PET Flaschen einem nachhaltigen Ressourcen-Kreislauf zugeführt. Mit einem weiteren Ausbau der Recycling-Anlage um insgesamt 1,5 Millionen Euro im letzten Jahr spart der Betrieb Tausende Transport-Kilometer und trägt insgesamt der hohen PET-Sammelmoral der heimischen Konsumenten Rechnung.
 
IMAS Umfrage: Note 1,6 für österreichisches Sammelsystem
Das hohe Niveau in der Sammlung spiegelt auch die Einstellung der Österreicherinnen und Österreicher zum Thema Mülltrennung wider. Nach einer aktuellen IMAS-Umfrage finden 95 Prozent Mülltrennung sehr gut oder gut. Das ist nicht nur eine Steigerung von einem Prozentpunkt gegenüber 2013, sondern gleichzeitig auch der zweithöchste Wert seit Anfang der Aufzeichnung vor 20 Jahren.
Dass Mülltrennung und getrennte Verpackungssammlung längst zum Alltag geworden ist, zeigt die Tatsache, dass immer weniger Personen die getrennte Sammlung als zusätzlichen Zeitaufwand empfinden. Und das macht sich auch in der hohen Bereitschaft zur Abfalltrennung bemerkbar: 96 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sammeln getrennt. Dazu trägt auch das Sammelsystem bei, denn 76 Prozent zeigen sich mit dem Behälterangebot zufrieden. Auch das ist der höchste Wert, der bisher erreicht werden konnte. Generell sind 86 Prozent mit den angebotenen Sammeleinrichtungen sehr zufrieden bis zufrieden und geben dem österreichischen System die Note 1,6.

 

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Kommentar

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