DBAG verkauft Romaco-Anteile

Veröffentlicht am: 03.05.2017

 

Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) hat 75,1 Prozent ihrer Anteile an der  Romaco Group an die chinesische Truking Group veräußert. Die entsprechenden Verträge wurden am 2. Mai 2017 unterzeichnet. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Zustimmung.

Die chinesische Truking Group (Truking) ist ein Maschinenbauer, der mehrheitlich in den Händen des Gründers liegt und bereits einen Teil der Unternehmensgruppe an die Börse gebracht hat. Die verbleibenden Anteile der DBAG werden innerhalb der kommenden drei Jahre veräußert. Die deutsche Private-Equity-Gesellschaft DBAG mit Sitz in Frankfurt am Main hatte die Romaco Group im April 2011 vom US-amerikanischen Börsenkonzern Robbins & Myers, Inc. erworben. „Die Veräußerung schließt das Buy-and-build-Konzept erfolgreich ab, das wir zu Beteiligungsbeginn mit dem Management erarbeitet hatten. Als Gesellschafterin der Romaco Group hat die DBAG die strategische Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe maßgeblich unterstützt und entscheidend dazu beigetragen, die weltweite Marktposition von Romaco zu stärken“, so Dr. Rolf Scheffels, Vorstandsmitglied der DBAG.

 

Als Portfoliounternehmen der DBAG steigerte die Romaco Group ihren Jahresumsatz um knapp 50 Prozent auf zuletzt 134,3 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2016. Im Zeitraum von 2011 bis 2017 wurden vier Transaktionen erfolgreich abgeschlossen, darunter die strategischen Zukäufe der Romaco Kilian GmbH, der Romaco Innojet GmbH und die Eingliederung der Medipac AB in Romaco Siebler sowie die Veräußerung der Romaco-Tochter FrymaKoruma. Außerdem eröffnete die Romaco Group fünf Sales & Service Center in China, Frankreich, Russland, Brasilien und den USA. Die DBAG hat ihre Gesellschafterziele erfolgreich umgesetzt und beendet nach sechs Jahren ihre Beteiligung an der Romaco Group. „Wir sind davon überzeugt, dass die Akquisition von Romaco eine Win-win-Situation für alle beteiligten Parteien darstellt“, unterstreicht Yue Tang, Chairman von Truking. „Romaco profitiert von dem Eigentümerwechsel durch die Verstärkung des chinesischen Marktanteils, umgekehrt bieten sich für Truking hervorragende Wachstumschancen auf den europäischen und transatlantischen Märkten.“

 

Truking wurde im Jahr 2000 gegründet und beschäftigt heute circa 2.600 Mitarbeiter. Der Hersteller von Anlagen und Equipment für die Pharmaindustrie erwirtschaftete 2016 einen Jahresumsatz von rund 154 Millionen Euro. Technologien zur Verarbeitung und Abfüllung von sterilen und nicht sterilen pharmazeutischen Flüssigkeiten bilden die Kernkompetenzen von Truking. Das Portfolio von Truking und das Leistungsspektrum von Romaco mit Fokus auf der Herstellung und Verpackung von pharmazeutischen Feststoffen ergänzen sich komplementär.

 

„Romaco wird seine unternehmerische Handlungsfreiheit vollständig behalten. Diese Autonomie erstreckt sich über die gesamte Wertschöpfungskette von der Produktentwicklung bis zum Customer Service. Auch die Bedeutung der weltweit anerkannten Marken der Romaco Group wird weiter ausgebaut. Die vier Produktionsstandorte von Romaco in Deutschland und Italien sowie die weltweiten Sales & Service Center werden über gezielte Investitionen durch die neue Eigentümerstruktur auch zukünftig gestärkt“, sagt Paulo Alexandre, CEO Romaco Group.

 

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Kommentar

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