Master Ökotoxikologie & Umweltmanagement

Veröffentlicht am: 22.06.2022

Braucht der Neusiedler See eine Wasserzufuhr? Welchen Einfluss hat Mikroplastik auf den Menschen? In angewandten Forschungsprojekten beschäftigten sich die Studierenden im Master-Studiengang Ökotoxikologie & Umweltmanagement der FH Technikum Wien mit hochaktuellen Themen.

 

Wie wirken sich gewisse Stoffe auf Zellen, Organismen oder ganze Ökosysteme aus? Rund um diese Fragestellung dreht sich der Master-Studiengang Ökotoxikologie & Umweltmanagement der FH Technikum Wien. In vier Semestern vermittelt der Studiengang das notwendige Fachwissen für eine spätere Tätigkeit als Umweltwissenschaftler oder Umweltmanager. In einer Online-Infosession am 31.Mai konnten sich Interessierte über die Inhalte des Studiums und die vielfältigen Jobmöglichkeiten in diesem wichtigen und hochaktuellen Fachgebiet informieren.
„Unsere Studierenden erlernen, wie sich potentielle Gefahren für die Umwelt erfassen lassen und wie entsprechende Risikoabschätzungen in Arbeits- und Produktionsprozesse einfließen können“, erklärt Studiengangsleiterin Martina Ortbauer. „Ausgerüstet mit umfassendem Fach-Know-how können die Absolventen dann beispielsweise nachhaltige Technologien im Rahmen von Umweltmanagementsystemen implementieren. Sie leisten damit einen Beitrag zu einem umweltverträglicheren und gleichzeitig ökonomischeren Wirtschaften.“

Praxisorientierte Forschung
Einen wesentlichen Bestandteil des Studiums bilden angewandte Forschungsprojekte, in denen sich die Studierenden in kleinen Gruppen aktuellen Fragestellungen widmen. So arbeitet ein Team derzeit an einem Forschungsprojekt über Mikroplastik in der Umwelt mit. Darin werden die Auswirkungen der kleinen Kunststoffpartikel auf den Menschen mit wissenschaftlichen Methoden genauer untersucht. In Zusammenarbeit mit der Nachhaltigkeitsbeauftragten der Fachhochschule beschäftigen sich weitere Studierende mit Innovationen im Abfallwirtschaftskonzept, der CO2-Bilanz sowie der Nachhaltigkeitsberichterstattung der FH. „Wir arbeiten außerdem daran, Ökobilanzen und Lebenszyklusanalysen methodisch zu verbessern und zuverlässiger zu machen. Ein Augenmerk liegt dabei insbesondere auf dem Einsatz von Chemikalien in Herbiziden und Pestiziden“, erläutert Studiengangsleiterin Ortbauer. In weiteren praxisorientierten Forschungsprojekten wird etwa eine Wasserzufuhr zum Neusiedler See kritisch hinterfragt, der CO2-Abdruck einer Orange im Supermarkt als Entscheidungsgrundlage für den Konsumenten analysiert oder FFP2 Masken als mögliches Umweltproblem untersucht – Themen, die derzeit auch in den Medien immer wieder diskutiert werden. „Statt nur mit trockener Theorie lernen unsere Studierenden auf diese Weise bereits während ihrer Ausbildung, die erlernten Kenntnisse praxisnah umzusetzen. So ist nach dem Studium ein nahtloser Einstieg ins Berufsleben möglich. „Am Arbeitsmarkt sind unsere Absolventen als Umweltwissenschaftler und Umweltmanager sehr gefragt“, sagt Martina Ortbauer. „Nachhaltigkeits-/Sustainability Management ist in Unternehmen, auch im Hinblick auf die „Corporate Sustainability Reporting Directive“ (CSRD) ein sehr gefragtes Innovationsfeld.“ Neben Tätigkeiten im öffentlichen oder privaten Sektor bieten sich für Studienabgänger beispielsweise Jobmöglichkeiten in der Nahrungsmittelproduktion, im Recyclingbereich, dem Transportsektor (gefährliche Güter) oder in der Wissenschaft und Forschung.

Voraussetzungen für das Studium
Als Voraussetzung für den Master-Studiengang Ökotoxikologie und Umweltmanagement Science wird ein Bachelor-Abschluss mit insgesamt 60 ECTS in einem Studium mit dem Kernbereich in Naturwissenschaften (zum Beispiel Chemie, Biochemie, Biologie. ecetera), Umwelt und Energie, Betriebswirtschaft und Rechtswissenschaft oder Qualitäts- und Projektmanagement benötigt. Detaillierte Informationen dazu gibt es auf der Website oder direkt beim Studiengang.

   
nächster » « zurück

Kommentar

Ausgestreikt

UPM und die Paperworkers’ Union haben endlich sich auf unternehmensspezifische Tarifverträge für fünf UPM-Unternehmen geeinigt. Der Streik ist beendet, die Mitarbeiter haben ihre Arbeit wieder aufgenommen. Die Aktion umfasste die Bereiche UPM Pulp, UPM Communication Papers, UPM Specialty Papers, UPM Raflatac und UPM Biofuels, begann am ersten Jänner 2022 und dauerte fast vier Monate.