Thimm investiert in weitere HP Digitaldruckanlage

Veröffentlicht am: 22.12.2022

Das Unternehmen setzt seine Digitalisierungsstrategie fort und investiert insgesamt 20 Millionen Euro in eine zweite Digitaldruckanlage und zugehörige Peripheriearbeiten. Die HP PageWide T1195i Press soll im ersten Quartal 2024 in Betrieb gehen.

Für den Verpackungshersteller ist die neue Digitaldruckanlage ein wichtiger Meilenstein zur Digitalisierung von Lieferketten und für die Erreichung der Digitalisierungsvision „Internet of Packs“. Nach der erfolgreichen Einführung der ersten Digitaldruckanlage im Jahr 2017 bei Christiansen Print in Ilsenburg setzt die Thimm Gruppe erneut auf die Druckkompetenz des Herstellers HP. Die neue digitale Rollendruckmaschine ist eine auf Marktanforderungen basierende Weiterentwicklung des Vorgängermodells und überzeugt durch schnellere Geschwindigkeiten und mehr Produktionskapazität bei einer Arbeitsbreite von 2,8 Meter. Dank innovativer HP-Thermal-Inkjet-Druckköpfe garantiert die Anlage auch bei hohen Geschwindigkeiten eine konstante 6-Farben Druckqualität für anspruchsvoll gestaltete Verpackungen und wird am Standort Alzey zum Einsatz kommen.
Kornelius Thimm, CEO der Thimm Gruppe, sieht im Ausbau des digitalen Preprints als Ergänzung zum Flexodruck einen zentralen Wettbewerbsvorteil. Denn in der aktuellen Handelslandschaft müssen Produkte schnell und flexibel verfügbar, individuell anpassbar und dabei dennoch kostengünstig sein. Das wirkt sich auch auf das Verpackungsmanagement aus: „Mit Blick auf die steigenden Anforderungen unserer Kunden haben wir uns bei Thimm große Ziele gesetzt: Keine Vorlaufszeiten für die Herstellung von Verpackungen und Displays (no lead time), keine Mindestbestellmengen (no MOQ), keine zusätzlichen Kosten in der Supply Chain und das alles in einem nachhaltigen Herstellungsprozess. Mit unserer ersten Digitaldruckanlage in Ilsenburg haben wir bereits viel erreicht“, berichtet Kornelius Thimm. So können im Digitaldruck unterschiedlichste Druckbilder ohne Zusatzkosten in der Druckvorstufe realisiert werden. Dank einer stückgenauen Produktion werden dabei Ressourcen gespart und unnötige Abfälle vermieden. Bisher konnte Thimm die Vorlaufzeiten bereits um 75 Prozent sowie die Mindestbestellmengen um 90 Prozent reduzieren. „Mit der zweiten Digitaldruckanlage gehen wir hier noch einen entscheidenden Schritt weiter. Sie wird in unserem Alzeyer Werk direkt neben der bestehenden Wellpappenanlage positioniert. Das verringert die Vorlaufszeit noch einmal um bis zu zwei Tage, da die Transportzeit der bedruckten Rollen entfällt“, ergänzt Kornelius Thimm. Um Platz für die über 50 Meter lange Anlage zu schaffen, werden im Alzeyer Werk umfangreiche Vorbereitungsmaßnahmen für die Installation umgesetzt. Anschließend wird im dritten Quartal 2023 mit der Installation gestartet, die Inbetriebnahme sowie eine Einweihung ist im ersten Quartal 2024 geplant. Gemeinsam mit den notwendigen Peripheriearbeiten liegt die Investitionssumme für die neue Druckmaschine bei insgesamt rund 20 Millionen Euro.
Mit der Anschaffung der zweiten digitalen Rollendruckanlage verfolgt die Thimm Gruppe konsequent ihre Digitalisierungsstrategie. Das Ziel: „Wir wollen die Digitalisierung der gesamten Lieferkette vorantreiben, auch über die Verpackungsbranche hinaus. Dafür benötigen wir relevante Daten sowie digitale und intelligent vernetzte Prozesse – von der bedruckten Papierrolle über die Verpackungsproduktion bis in den Handel und zum Endverbraucher“, berichtet Kornelius Thimm. Die bedruckte Verpackung fungiert dabei als Informationsträger, denn nur sie durchläuft die gesamte Lieferkette. Im Zentrum dieser Vision steht der Digitaldruck, der es ermöglicht, fortlaufende Codes in unendlicher Zahl auf die Papierrollen zu drucken. Diese Codes liefern an verschiedenen Stellen der Lieferkette relevante Informationen: Sie steuern beispielsweise die Weiterverarbeitung des Papiers an den Maschinen im Verpackungswerk, liefern Daten zum Abverkauf des Produkts oder bieten als QR-Code weiterführende Informationen für Endverbraucher. „Unsere Digitalisierungsvision ist das ‚Internet of Packs‘ – also die Vernetzung von Maschinen oder Gegenständen im Verpackungsmanagement analog zum Internet of Things. Jede Verpackung hat einen individuellen Code und ist somit durch die gesamte Lieferkette nachverfolgbar. Mit der neuen Digitaldruckanlage kommen wir unserer Vision einen entscheidenden Schritt näher“, fasst Kornelius Thimm abschließend zusammen.

 

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Kommentar

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