Generation Z als Triebfeder für den Wandel der Kosmetikbranche

Veröffentlicht am: 09.03.2022

Während Beauty-Marken mit der digitalen Transformation beschäftigt sind, steht bereits der nächste kulturelle Wandel vor der Tür. Die mit Informationstechnologien aufgewachsene Generation Z steht im Blickpunkt des Trendreports für 2022.

 

Mit ihren Einkaufsentscheidungen bestimmen diese jungen Leute von heute die Produkteinführungen und Markenpositionierungen von morgen. Das Market-Insights-Team von Quadpack analysierte die aufkommenden Trends, die den Kosmetikmarkt 2022 maßgeblich prägen sollen. Hinter all diesen Entwicklungen steht der Zeitgeist einer neuen Generation, die Wert auf einen bewussten, aber gleichzeitig erlebnisorientierten Konsum legt.
Spaß nach der Krise – Vergnügen und Verspieltheit: So lauten die neuen Schlagworte für die Farbkosmetik. Die coronagebeutelte Jugend wünscht sich einen spielerischen Umgang mit Kosmetik und eine inspirierende Beauty-Routine. Für jede Menge guter Laune sorgen limitierte Auflagen, mutige Farben, Glitzer-Make-up und einzigartige Texturen.
Fairer Konsum: Moderne Verbraucher sind weniger versucht, ihre Prinzipien wegen eines verlockenden Angebots aus den Augen zu verlieren. Die Kosmetikindustrie sollte sich daher aufrichtig für soziale und ökologische Belange engagieren und dies transparent kommunizieren. Die allzeit vernetzte und zunehmend informierte Jugend lässt sich durch Grünfärberei nicht so leicht irreführen.
Natur trifft auf High-Tech: Als eine Weiterentwicklung des Naturkosmetik-Trends erfreuen sich auch umweltfreundliche Lösungen aus dem Labor zunehmender Beliebtheit. Synthetische Ersatzstoffe für tierische Substanzen oder korallenfreundlicher mineralischer Sonnenschutz sind schöne Beispiele dafür, dass High-Tech für die Umwelt bereits einen festen Platz auf der Einkaufsliste hat.
Vielfalt und Inklusion: Die Zeit, in der jegliche Makel versteckt wurden, gehört der Vergangenheit an – zumindest vorläufig. Ecken und Kanten wie Sommersprossen, Pigmentflecken, Fältchen und Falten beweisen Persönlichkeit und werden jetzt mit Make-up vorteilhaft in Szene gesetzt. Um nicht boykottiert zu werden, sind Marken gefordert, den Wert der Vielfalt zu erkennen und inklusivere Lösungen zu bieten.
Healthification: Dass Kosmetika schön machen und gut riechen sollen, wird längst vorausgesetzt. Um sich einen Platz in den Herzen der Verbraucher zu erobern, sollten Produkte darüber hinaus Gesundheit und Wohlbefinden begünstigen und ganzheitlich auf Körper, Geist und Seele wirken.
Make-up für den digitalen Auftritt: Für die Generation der Jahrtausendwende, die sich bei TikTok wie zu Hause fühlt, nimmt das virtuelle Leben einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Während manche Marken Filter und Apps zum virtuellen Ausprobieren auf den Markt bringen, konzentrieren sich andere auf Produkte für ein kamerareifes Aussehen.

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Kommentar

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