Offetdruckerei Schwarzach: Weniger Volumen zahlt sich aus

Veröffentlicht am: 16.11.2021

Schon seit Jahrzehnten führt der Verpackungsspezialist aus dem Vorarlberger Rheintal in Österreich seinen Papierverschnitt als hochwertiges Altpapier der Weiterverwendung zu.

Dank einer neuen Ballenpresse von HSM konnte das Transportvolumen des Wertstoffes jetzt nochmals deutlich reduziert und sogar ein neuer Abnehmer in der Region gefunden werden. Internationale Produzenten und Zulieferbetriebe der Konsum- und Gebrauchsgüterindustrie vertrauen auf das Know-how der Offsetdruckerei Schwarzach. Kein Wunder: Im Konstruieren, Drucken, Veredeln und Verarbeiten von Kartonhüllen blickt sie auf eine über 50-jährige Erfahrung zurück. Um auch nachhaltig nach vorne zu blicken, ist umweltbewusstes Handeln fest in den eigenen Unternehmensgrundsätzen verankert. Bereits seit 2012 ist das Unternehmen nach ClimatePartner klimaneutral und seit letztem Jahr sogar fossilfrei.

Gefragter Wertstoff fürs Recycling
Dazu zählt es auch, den Papierverschnitt aus der Produktion von Faltschachteln und Etiketten der Weiterverwendung zuzuführen. Denn im Vergleich zu anderen Drucksorten lassen sich Verpackungs-Konstruktionen nicht auf einfache, rechteckige Formen reduzieren. Klebelaschen, Staub- und Einstecklaschen, unterschiedliche Deckel-, Boden- und Verschlusskonstruktionen müssen erst mittels Stanzformen und -maschinen vom Rest des Bogens getrennt werden. So entstehen trotz optimaler Nutzung des Bogens Papierreste. Und einige Bogen fallen auch den Einrichteprozessen beim Drucken, Veredeln, Kleben und Weiterverarbeiten zum Opfer. Insgesamt kommt pro Jahr eine Menge von 7.500 Tonnen zusammen. Dabei gelten die Karton- und Papierreste durch den hohen Anteil an Frischfaserkarton als gefragte Wertstoffe. Und da das Vorarlberger Traditionsunternehmen ausschließlich mineralölfreie Farben und lebensmitteltaugliche Lacke verwendet, ist das Altpapier auch frei von schädlichen Stoffen. Die Überreste werden direkt an den Maschinen abgegriffen und über ein zentrales System gesammelt. Zur Pressung waren bisher Containerpressen im Einsatz. Dank der HSM Ballenpresse spart man nun 70.000 LKW-Kilometer pro Jahr ein.

Noch weniger Transportvolumen
Mit der neuen Ballenpresse sollte das Transportvolumen des Wertstoffes weiter reduziert und ein neuer Abnehmer gefunden werden. Dazu sollten die Anlagenverfügbarkeit und Servicesicherheit gleichermaßen hoch wie gewährleistet sein. Insgesamt galt es, die Ist-Situation so weit zu verbessern, dass der Nutzen am Ende die Kosten übersteigt, was bei einem Investitionsvolumen von rund einer halben Millionen Euro keine leichte Aufgabe ist. Um die hoch gesteckten Ziele dennoch zu erreichen, leistet die Kanalballenpresse des Typs HSM VK 7215 ganze Arbeit. Ausschlaggebend für die Wahl waren zum einen die technischen Merkmale wie auch die Nähe zum Werk von HSM. Zum anderen kannte man sich, da bereits eine erfolgreiche Geschäftsbeziehung bestand. So war schnell klar, dass die Ballenpresse mit ihrer hohen Durchsatzleistung von bis zu 498 Kubikmeter pro Stunde ideal für die Anforderungen der Offsetdruckerei Schwarzach ist. Und da sie über einen frequenzgeregelten Antrieb verfügt, kann sie zusätzlich Strom einsparen und die Energieeffizienz der Anlage insgesamt optimieren.

Effizienz zahlt sich am Ende aus
Die neue Ballenpresse HSM VK 7215 zahlt sich aus: Sie verfügt über eine vollkardanische Presszylinderaufhängung, was den Verschleiß des Presszylinders und der Pressplattenführungen reduziert. Trotz einiger Anlaufschwierigkeiten war auch die exakte Bestimmung der Ballenlänge schnell gefunden. Durch das Castle-Lock Tür-Sicherungssystem profitieren die Mitarbeiter in allen begehbaren Bereichen von einer hohen Bedienersicherheit. Dabei geht die Steuerung mit dem Touchpanel leicht von der Hand. Beschickt wird die Maschine in der Offsetdruckerei Schwarzach über ein Förderband.
Das wichtigste aber ist, dass durch die neue Technologie das Wertstoff-Volumen um ganze zwei Drittel reduziert werden konnte. Dank der einfach zu handhabenden Ballenform hat die Offsetdruckerei nun einen neuen regionalen Abnehmer gefunden, der den Rohstoff direkt der erneuten Papierproduktion zuführt. Im Ergebnis vermeidet die Installation der neuen Anlage durch das verringerte Volumen und die kürzeren Wege bis zu 70.000 LKW-Kilometer pro Jahr. So ist der Return on Investment (ROI) in voraussichtlich sechs Jahren erreicht. Bis dahin soll die Maschine an sechs Tagen in der Woche ausgelastet sein.

   
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