Die Industrievision von Bobst wird Realität

Veröffentlicht am: 22.02.2024

Im Countdown zur drupa 2024, der weltweit führenden Fachmesse für Drucktechnologien, wirft Bobst einen Blick auf einige der wichtigsten Themen, die unsere Branche prägen. Zunächst gilt der Blick auf die eigene Industrievision - und ob man sie bis zur drupa in weiten Teilen in die Realität wird umsetzen können.

 

Im Jahr 2020 hat Bobst seine Industrievision vorgestellt und wie sie die Zukunft der Verpackungswelt prägen wird - mit Vernetzung, Digitalisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit als tragende Säulen. Seither wurde die Welt mit einer beispiellosen Pandemie, globalen Konflikten und außergewöhnlichem Druck auf die Industrie konfrontiert. Letzteres ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen: unter anderem auf die Weltwirtschaft, die globalen Lieferketten und die Knappheit von Ressourcen. Gleichzeitig setzen veränderte Erwartungen der Märkte die Hersteller von Markenartikeln und Verpackungen mehr denn je unter Druck. Sie sehen sich vielen Herausforderungen gegenüber. Das gilt zum Beispiel für kürzere Markteinführungszeiten, kleinere Stückzahlen und die Notwendigkeit, Konsistenz zwischen dem physischen und dem Online-Verkauf herzustellen. Das Umfeld verändert sich schnell, aber in ihm bleibt die Vision des Schweizer Unternehmens stabil und unverändert stimmig. Damit nicht genug: Die globalen Ereignisse der vergangenen Jahre haben dem Ansatz eher noch mehr Nachdruck verliehen. Während man auf die drupa blickt, wird die Vision zügig weiter umgesetzt. Wo also stehen wir? Und was bedeutet es für die gesamte Branche?

Wertschöpfungskette der Verpackungsindustrie vernetzen
In den vergangenen Jahren ist Bobst mit seiner Vision große Schritte vorangekommen. Sie hat sowohl in der Verpackungsindustrie als auch in Produktlinien und Services einen stetigen Wandel eingeleitet. Bis heute war die Wertschöpfungskette der Verpackungsindustrie stark fragmentiert. In den Betrieben der Verpackungsdruckereien und Verpackungshersteller hat das zu viele Fehler und viel Abfall verursacht. Es ist wichtig, hier einen Wandel der Industrie weg von einer mechanischen hin zu einer digitalen Welt zu unterstützen und sie von Produktionsmaschinen hin zu Prozesslösungen zu überführen, die den gesamten Arbeitsprozess abdecken. In Zusammenarbeit mit den Kunden möchte man die Wertschöpfungskette der Verpackungsbranche von einer Reihe isolierter Inseln hin zu durchgängig vernetzten Lösungen umwandeln, die einen vollständigen Überblick über den gesamten Prozess ermöglichen. Im Mittelpunkt dieses Wandels steht Bobst Connect - die permanent weiterentwickelte, cloud-basierte digitale Plattform, die in der Verpackungsherstellung die Produktivität erhöht. Das System vereint auf einer vollständig vernetzten Plattform Daten- und digitale Services, die Einsichten in die Maschinen und in das Fachwissen von Bobst erlauben - und so einen Überblick über den Produktionsprozess sowie seine Steuerung ermöglichen. Bobst Connect wird kontinuierlich weiterentwickelt, so dass die Plattform sowohl den heutigen als auch den künftigen Anforderungen unserer Kunden gerecht wird. Gleichzeitig gestaltet man die Branche in jedem ihrer Segmente - Etiketten, flexible Verpackungen, Faltschachteln und Verpackungen aus Wellpappe - um, indem durchgängige, vernetzte Arbeitsprozesse und kontinuierliche Innovation in einem sich permanent verändernden Umfeld sichergestellt werden. „Wir gewinnen Erkenntnisse, mit denen wir unsere Kunden nachhaltig dabei unterstützen, die aktuellen und künftigen Bedürfnisse der Verbraucherinnen und Verbraucher abzudecken – und mit Hilfe flexibler und agiler Workflows auf die Herausforderungen zu reagieren, denen Markenartikelhersteller, der Einzelhandel und der Online-Handel gerecht werden müssen“, meint man bei Bobst.

Der Blick voraus
Was können wir im Jahr 2024 erwarten? Auf dem Weg, den Bobst eingeschlagen hat, möchte man weiter an Fahrt gewinnen. Letztlich werden alle Maschinen und Werkzeuge miteinander „sprechen“ und Daten nahtlos über eine cloud-basierte Plattform übertragen, die den gesamten Produktionsprozess mit Qualitätskontrollsystemen steuert. Man kann das bereits jetzt am zunehmenden Interesse an der Nutzung von PDF-Dateien hin zu Twin-PDFs, von Auftragsrezepturen, maschinellem Lernen, Künstlicher Intelligenz und an der durchgängigen Nutzung bester Informationen über den gesamten Produktionsprozess hinweg ablesen. Unternehmen, die diesen Ansatz über ihren gesamten Produktionsprozess hinweg verfolgen, werden stärker faktenbasierte, zeitnahe Entscheidungen treffen können - und so ihre Produktivität erhöhen, ihre Effizienz verbessern und ihren Abfall verringern.
Bobst wird seinen Kunden hier weiterhin als strategischer Partner zur Seite stehen. In 2024 wird das Unternehmen neues Application Management (Anwendungs-Management) anbieten - einen praxisorientierten, innovativen Beratungs-Service, der auf die Anforderungen von Verpackungsherstellern und Markenartikelunternehmen zugeschnitten ist. Das Application Management von Bobst steht Kunden mit Beratung rund um Technologien, Rohstoffe, Prozesse und Geschäftsmodelle zur Seite. So wird die Vision von also bereits zur Realität - ungeachtet all der extremen Herausforderungen der vergangenen Jahre.

« voriger   |   nächster » « zurück

Kommentar

EU-Verpackungsverordnung: Aktuelle Kommentare dazu

Mit der aktuellen Entscheidung des EU-Parlaments wurde der Schritt zu neuen europäischen Verpackungsverordnung vollzogen. Die Diskussion wird bis zur finalen Umsetzung noch kräftig weiter gehen. Wir bringen erste Kommentare…