Engel mit neuem Packaging Center

Veröffentlicht am: 05.06.2022

Steigende Energiepreise, der Aufbau einer Kreislaufwirtschaft und sich verändernde Konsumentenbedürfnisse stellen die Hersteller von Kunststoffverpackungen vor große Herausforderungen.

 

Mit einem neuen Packaging Center möchte der Spritzgießmaschinenbauer Engel seine Kunden in dieser anspruchsvollen Branche unterstützen, die Leistung der Produktionsanlagen weiter zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Rund 300 internationale Gäste kamen zur Einweihung des neuen Technologie- und Kompetenzzentrums Mitte Mai nach Österreich. „Zykluszeit und Energieeffizienz sind in der Verpackungsindustrie die wichtigsten Kennzahlen. In beiden Bereichen sind die Spritzgießlösungen von Engel weltweit führend“, sagt Christoph Lhota, Leiter der Business Unit Packaging. „Im neuen Packaging Center stellen wir genau das unter Beweis. Wir laden unsere Kunden ein, hier unsere Spritzgießmaschinen auf Herz und Nieren zu testen.“ An zwei Standorten – Schwertberg und St. Valentin – stehen Produktionszellen für die unterschiedlichsten Packaging-Anforderungen einsatzfertig bereit. Darunter vollelektrische e cap Hochleistungsmaschinen für die Herstellung von Getränkeverschlüssen und Flip-Top-Deckeln, e-speed Maschinen für Dünnwandbehälter und Eimer sowie duo speed Zweiplattenmaschinen für große Behälter und Container. Darüber hinaus können im Engel-Technikum vollelektrische e-mac Spritzgießmaschen genutzt werden. Denn auch diese Baureihe findet für Packaging-Anwendungen im mittleren Leistungssegment immer stärker Einsatz, vielfach für die Verarbeitung von Rezyklat.

Drei Kernthemen im Fokus
Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung sind die zentralen Leitthemen, die das neue Packaging Center adressiert. So sind die Spritzgießmaschinen allesamt mit intelligenten Assistenzsystemen aus dem inject 4.0 Programm ausgerüstet. Zum Beispiel mit iQ weight control, dass Schwankungen des Schussvolumens und der Materialviskosität erkennt und noch im selben Zyklus automatisch ausgleicht. Jüngste Versuchsreihen haben gezeigt, dass die Software bei Hochleistungsanwendungen mit sehr kurzen Zykluszeiten deutliche Qualitätsverbesserungen erzielt. Ein weiteres Beispiel ist iQ flow control, das Temperaturdifferenzen in den einzelnen Kühlkreisen auf einen Sollwert regelt. Damit sorgt dieses Assistenzsystem für konstante Temperierverhältnisse und reduziert zugleich deutlich den für die Temperierung benötigen Energieaufwand. „Der Schlüssel für eine hohe Energieeffizienz liegt im optimalen Zusammenspiel der einzelnen Anlagenkomponenten. Wir passen das Gesamtsystem jeweils individuell an die Anforderungen des zu produzierenden Produkts an“, sagt Lhota. Mit einem breiten Spektrum an Packaging Spritzgießmaschinen bietet das Unternehmen für jede Anwendung die optimale Antriebstechnik an. Von vollelektrisch über hybrid bis hin zu servohydraulisch. Für einen praxisnahen Leistungstest, der unter anderem Analysen der Zykluszeit und Energieeffizienz umfasst, können Kunden ihre eigenen Werkzeuge und auch eigene Materialien ins neue Packaging Center mitbringen. Darüber hinaus stellt man vor Ort viele Werkzeuge aus den unterschiedlichsten Produktgruppen bereit. Dazu ein breites Spektrum an Peripheriesystemen von verschiedenen Partnerunternehmen sowie Automatisierungslösungen sowohl aus dem eigenen Haus als auch von Partnern, wie Campetella und Beck Automation.

Weltpremiere: rPP für Lebensmittelverpackungen
Zur Eröffnung gab es an beiden Standorten spannende Vorträge, Podiumsdiskussionen und Live-Maschinenexponate. Unter den hochkarätigen Referenten waren sowohl Technologie- und Materialanbieter als auch namhafte Verpackungsproduzenten. Zum Beispiel berichtete Prof. Edward Kosior von Nextek über die Chancen von rPP für die Herstellung von Lebensmittelverpackungen. Passend zu diesem Vortrag wartete Engel mit einer Weltpremiere auf. Zum ersten Mal wurde die Spritzgießverarbeitung von aus Post-Consumer-Sammlungen aufbereitetem Polypropylen der Öffentlichkeit präsentiert. Damit setzte die Eröffnung einen weltweit beachteten Meilenstein auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe. „Wir haben einen weiteren Stoffkreislauf geschlossen“, so Christoph Lhota.

   
 
« voriger   |   nächster » « zurück

Kommentar

Ausgestreikt

UPM und die Paperworkers’ Union haben endlich sich auf unternehmensspezifische Tarifverträge für fünf UPM-Unternehmen geeinigt. Der Streik ist beendet, die Mitarbeiter haben ihre Arbeit wieder aufgenommen. Die Aktion umfasste die Bereiche UPM Pulp, UPM Communication Papers, UPM Specialty Papers, UPM Raflatac und UPM Biofuels, begann am ersten Jänner 2022 und dauerte fast vier Monate.