Herma 500 macht Echtzeit-Kommunikation möglich

Veröffentlicht am: 26.07.2021

Der Herma 500 verfügt über Industrial-Ethernet-Schnittstellen für Profinet und Ethernet/IP einschließlich der Datenbausteine. So kann die Kommunikation mit der Maschinensteuerung in Echtzeit erfolgen.

Weil sie praktisch in jedem Verpackungs- und Kennzeichnungsprozess eine wichtige Rolle spielen, sind bei Etikettierern die Integrationsfähigkeiten oftmals genauso wichtig wie ihre Leistungsparameter. Als wahrscheinlich erster Etikettierer unterstützt deshalb jetzt der Herma 500 den Industrial-Ethernet-Standard für Profinet und Ethernet/IP. Diese beiden echtzeitfähigen Industrial-Ethernet-Protokolle ermöglichen die Integration des Etikettierers in die weitverbreiteten SPS-Steuerungen von Siemens, Schneider Electric und Allen-Bradley. Damit können erheblicher Verdrahtungsaufwand und die daraus resultierenden Kosten entfallen. HERMA stellt dabei nicht nur die physischen Schnittstellen zur Verfügung, sondern auch die entsprechenden Datenbausteine sowie Informationen für die einfache Integration in die jeweilige SPS-Steuerung. Diese Informationen können sich Anbieter und Integratoren von komplexen Abfüll-, Verpackungs- und Kennzeichnungsanlagen einfach über das Service Portal https://machines.herma.com herunterladen beziehungsweise sie bekommen diese gleich mitgeliefert. „Mit Hilfe dieser Schnittstellen können wir in Echtzeit unser Steuerabbild in die Steuerung des Kunden integrieren. Dieser kann darüber direkt auf den Etikettierer zugreifen“, erklärt Martin Kühl, Leiter des Geschäftsbereichs Etikettiermaschinen des Unternehmens. „Schon mit der bestehenden OPC/UA Schnittstelle konnte der Herma 500 ausgesprochen schnell kommunizieren, aber mit den beiden neuen Schnittstellen stoßen wir in eine neue Dimension vor.“ Als weitere neue Kommunikationsschnittstelle beziehungsweise Protokoll bietet der Etikettierer Modbus TCP, dieses Kommunikationsprotokoll ist jedoch nicht echtzeitfähig. „Industrie 4.0 hat in den Branchen unserer Kunden einen sehr hohen Stellenwert. Aber jeder Anwender hat andere Anforderungen an Datenhandling, Schnittstellen und Steuerung und eben auch daran, wie externe Komponenten eingebunden werden. Mit dem Herma 500 können wir zu Recht behaupten, dass wir für jede Schnittstellenanforderung auch eine Lösung bieten“, so Kühl.
Der integrierte Webserver des Etikettierers erlaubt dem Anwender zudem bei Bedarf komfortablen und dennoch besonders sicheren, weil kabelgebundenen Remote-Zugriff. „Da Datensicherheit eine der größten Herausforderungen hinsichtlich Industrie 4.0 ist, hat das Unternehmen auf drahtlose Schnittstellen bewusst verzichtet.“ Neben seiner guten Konnektivität hatte der Herma 500 in der Vergangenheit allerdings auch mit Leistungsparametern und -umfang für Aufsehen gesorgt. So erzielte er selbst ohne motorische Ab- und Aufwickler absolut prozesssicher eine Geschwindigkeit von bis zu 50 Meter pro Minute. „Das ist eine Leistung, mit der sich die meisten Kennzeichnungsaufgaben bereits bestens erledigen lassen“, so Kühl. In der Vollausstattung, das heißt mit entsprechender motorischer Unterstützung, schafft dieser Etikettierer sogar 200 Meter pro Minute – aufgrund seiner optionalen Kühleinheit auch im Dauerbetrieb, ohne ein Abschalten des Geräts. Für Investitionssicherheit sorgt zudem die einfache Funktions- und Leistungserweiterung über Code-Freischaltungen im Service Portal. Der Anwender muss also nicht in neue Etikettierer investieren, wenn das Anforderungs- und Einsatzspektrum wächst.

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Kommentar

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