ACTGreen-Reihe: Barriere-Eigenschaften und haptische Effekte

Cardbox Packaging setzt mit seinem Partner Actega verstärkt auf umweltfreundlich gestaltete Verpackungen, um die Pläne für langfristige Effizienzsteigerungen und CO2-Reduzierungen voranzutreiben.

Kunststoffverpackungen stellen ein großes Problem dar, das im Verbrauchsgütersegment universelle Bedeutung hat. Cardbox Packaging hat sich dieses Problems vorrangig angenommen: Für die vielfältigen Verbrauchsgüter des täglichen Bedarfs sollen neue Lösungen erkundet werden, um die Produktion von Kunststoffverpackungen zu verringern.
Cardbox Packaging beliefert zahlreiche hochkarätige Kunden mit Verpackungslösungen für unterschiedlichste Waren, angefangen mit Milchprodukten über Süßigkeiten und Tiernahrung bis hin zu Arzneimitteln und Kosmetik. Das Verpackungsunternehmen legt Wert auf Qualitätsstandards, Kundenzufriedenheit, Flexibilität und Innovation als Bausteine für kontinuierliches Unternehmenswachstum. Seit der Gründung im Jahr 2011 kommen deshalb in den Produktionsstätten von Cardbox Packaging in Österreich, der Tschechischen Republik, den USA sowie demnächst an einem neuen Standort in Serbien modernste Technologien und Innovationen zum Einsatz. Darüber hinaus wird aktuell die Investition in ein Technikum analysiert, um noch zielgerechter und schneller Produktentwicklungen bei Barrierebeschichtungen losgelöst von der operativen Produktion umsetzen zu können.
„Cardbox Packaging stellt spezielle Lösungen bereit, um den sich wandelnden Kundenanforderungen mit nachhaltigen, innovativen, aber dennoch effektiven Verpackungen gerecht zu werden“, erklärt Geschäftsführer Klaus Hockl. „Um unsere Vorstellungen umzusetzen, brauchen wir nicht nur fortschrittliche Fertigungslinien, sondern auch zukunftsorientierte Unternehmen als gleichgesinnte Partner, die Technologien und Lösungen für uns produzieren. Beschichtungsspezialist Actega und Cardbox Packaging setzen seit vielen Jahren auf diesen partnerschaftlichen Ansatz – so schaffen wir es, Herausforderungen zu bewältigen, Ziele zu erreichen und neu abzustecken.“
Als auf Innovationen ausgerichtetes Unternehmen hat man es, laut Hockl, im Bereich der nachhaltigen Verpackungen nicht leicht. „Es ist ein sehr komplexes Unterfangen, auf dem Markt vorhandene Konzepte durch neue zu ersetzen. Wenn man meint, eine Lösung gefunden zu haben, muss man sie erst einmal für alle denkbaren Anwendungen testen“, so der Geschäftsführer. Selbst ein und dasselbe Lebensmittel, etwa Hühnerfett, hat je nach Verwendung unterschiedliche Eigenschaften. In Tiernahrung lässt es sich nur sehr schwer effektiv in Schach halten, während es in gefrorenem Zustand in einer mikrowellengeeigneten Mahlzeit leichter zu handhaben ist. Erschwerend kommt natürlich hinzu, dass das Verpackungsprodukt bei verschiedensten Temperaturbedingungen (vom Gefrierschrank bis zum Backofen beziehungsweise Mikrowellengerät) tauglich sein muss. „Sobald man diese Herausforderungen einmal überwunden hat und mit einer neuen Lösung zufrieden ist, die zum Verpacken vielfältiger Produkte verwendet werden kann, muss man noch sichergehen, dass alle relevanten Vorschriften und Gesetze eingehalten werden, dass ein weltweiter Einsatz möglich ist, dass die Produkthaltbarkeit nicht beeinträchtigt wird, dass keine Wechselwirkungen mit dem Lebensmittel auftreten und so weiter.“
Vor dem Hintergrund dieses ebenso langen wie komplizierten Verfahrens beim Entwickeln neuer Verpackungslösungen ist die enge Zusammenarbeit zwischen Cardbox Packaging und Actega von unschätzbarem Wert. Beide Unternehmen arbeiten in einer ähnlichen Geschwindigkeit, verfolgen denselben innovativen Ansatz und sorgen immer für offene Kommunikation. So schaffen es die beiden Unternehmen, gemeinschaftlich Grenzen zu erweitern, Produkte zu testen und neue Lösungen zu finden.
„Große Unternehmen präsentieren sich manchmal quasi als gesichtslose Teams, bei der Zusammenarbeit mit Actega ist das aber nicht so“, stellt Hockl klar. „Markus Locher von Actega und Michael Scheiber von Cardbox Packaging waren maßgeblich an unseren letzten Entwicklungsprojekten beteiligt und kommunizieren ständig miteinander. Dadurch sind sie in der Lage, schnell und effizient zu handeln – ein großer Vorteil bei Entwicklungen für eine so schnelllebige und wettbewerbsintensive Branche.“
Angesichts dieser erfolgreichen langfristigen Partnerschaft überrascht es nicht, dass der Großteil der beim Kartonverpackungsanbieter verwendeten Beschichtungen und Lacke von Actega kommt. Neue Produkte von Actega werden bei Cardbox Packaging immer sehr gerne getestet und eingebunden. Eine der Herausforderungen, vor denen Verpackungshersteller stehen: nachhaltigeren Ersatz finden für die Kunststofflaminate in Verpackungen. Klassischerweise werden Verpackungen mit dem Kunststoff Polyethylen laminiert, um Produkt wie Verpackung vor Ölen, Fetten und Wasser sowie vor von außen einwirkenden Stoffen zu schützen. Der Einsatz von Polyethylen hat allerdings einen komplizierten, teuren und schwierigen Recyclingprozess zur Folge – so steigt der Druck, eine neue Lösung zu finden. „Die ACTGreen-Reihe erleichtert das Recycling – damit haben wir die effektive und nachhaltige Alternative, nach der wir gesucht haben“, freut sich Hockl. „Für ein Unternehmen wie unseres ist das ein großer Schritt nach vorn, und zwar nicht nur wegen der eindeutigen wichtigen Umweltvorteile, sondern auch, weil der Produktionsprozess ohne PE effizienter ist.“
Das Sortiment der ACTGreen Barrier Coatings umfasst wasserbasierte Barrierelacke sowie wässrige TPE-Dispersionen als Beschichtung oder Bindemittelsystem. Je nach Produkt bieten Barrierelacke von Actega einen wirksamen Schutz vor Wasserdampf, Wasser, Öl und Fett. Hinzu kommen Barriere-Effekte gegen Alkohol, alkalische und saure Flüssigkeiten sowie Molkereiprodukte. Darüber hinaus ermöglichen die neuartigen wässrigen TPE-Dispersionen mit der Yunico-Technologie eine Kombination dieser unterschiedlichen Eigenschaften in einer einzigen Dispersion. Damit lassen sich beispielsweise spezifische Barriere-Eigenschaften und haptische Effekte (glatt, weich, seidig oder rau) ebenso erreichen wie Heißsiegelfähigkeit im Hoch- und Niedertemperaturbereich sowie zertifizierte Recyclingfähigkeit.

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Kommentar

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