Follmann bringt wasserbasierte Barrierebeschichtungen

Veröffentlicht am: 29.06.2021

Nicht nur Einwegkunststoffverpackungen sind bedenklich, sondern auch Papier- und Pappverpackungen mit einer Folienbeschichtung, da die Folie den Recyclingprozess erheblich erschwert oder ihn sogar unmöglich macht.

Um Verpackungsherstellern eine umweltfreundliche Alternative für Kunststoffbeschichtungen zu bieten, hat das deutsche Unternehmen Follmann wasserbasierte Beschichtungen entwickelt, die einen wirkungsvollen Barriereschutz gegenüber Ölen, Fetten und Wasser bieten.
2019 hat die EU die Einwegkunststoff-Richtlinie mit dem Ziel verabschiedet, die Verschmutzung der Natur durch Kunststoffabfälle deutlich zu verringern. So gilt bereits ab diesem Jahr ein Vermarktungsverbot für viele Einwegkunststoffprodukte wie beispiels-weise Kunststoffteller und -besteck, Kunststofftrinkhalme oder -getränkebecher. In der Lebensmittel- und Verpackungsbranche findet daher aktuell ein Umdenken statt. Kunststofffolien, die den Recyclingprozess enorm erschweren oder sogar ganz unmöglich machen, sollen durch nachhaltigere Alternativen ersetzt werden. „Um hier konkrete Abhilfe zu schaffen und der Industrie eine umweltschonende Alternative anzubieten, haben wir wasserbasierte Beschichtungen speziell für Verpackungen aus Papier und Pappe entwickelt, die einen wirkungsvollen Barriereschutz gegenüber Ölen, Fetten und Wasser bieten“, so Tim Schwier, Teamleiter New Business Development bei Follmann. Unsere neuen Barrierebeschichtungen der Marke Folco Lac, die sich für den Tief- und Flexodruck eignen, leisten nicht nur einen entscheidenden Beitrag zur Nachhaltigkeit und erfüllen die regulatorischen Anforderungen, sondern sie genügen zudem den höchsten Ansprüchen an hochwertige Druckergebnisse.
Die neuen Barrierebeschichtungen kommen bereits erfolgreich bei einem französischen Unternehmen zum Einsatz, das kürzlich von Einwegkunststoff-Salatschalen auf nachhaltige Papier-Salatschalen umgestellt hat. „Die von uns entwickelte Beschichtung für die Salatschalen konnte bei einem Maschinentest überzeugen und der geforderte Barriereschutz gegenüber Wasser (COBB-Werte), Öl (KIT-Werte) und Essig wurde in entsprechenden Tests ebenfalls nachgewiesen“, so Tim Schwier. Selbstverständlich können die neuen Barrierebeschichtungen für viele unterschiedliche Produkte genutzt und für weitere Anwendungen angepasst werden. „Die Entwicklung und Herstellung nachhaltiger Produkte zum Schutz der Umwelt und aus Verantwortung gegenüber jetzigen und künftigen Generationen haben für unser Unternehmen einen hohen Stellenwert“, so Dr. Jörg Seubert, Geschäftsführer von Follmann. „Daher arbeiten wir kontinuierlich daran, unser Portfolio um neue umweltschonende Produkte zu erweitern und sind davon überzeugt, unseren Kunden stets die passenden Lösungen anbieten zu können, wie etwa in dem Fall, dass Verbundsysteme aus Folien ersetzt werden sollen, um so das Recycling und eine Wiederverwendung zu ermöglichen.“

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Kommentar

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