Stoelzle unterstützt Forschung an CO2 neutraler Glaswanne

Veröffentlicht am: 11.04.2022

2020 wurde Stoelzle als Mitglied beim renommierten IPGR, dem in Aachen angesiedelten Forschungszentrum für Glasherstellung, aufgenommen. Ein klarer Fokus der Forschungsinitiative liegt darauf, den Werkstoff Glas als bevorzugtes Verpackungsmaterial zu fördern.

 

Das Unternehmen setzt bereits seit mehreren Jahren darauf, das gesamte Unternehmen nachhaltig auszurichten. Im Bereich der Forschung und Entwicklung sowie bei Prozessen und Technologien wurde gruppenweit beachtlich investiert, in erster Linie, um den Energieverbrauch zu senken, primäre Rohstoffe zu sparen und umweltfreundlichere Prozesse zu implementieren. Die Mitarbeit am ZeroCO2Glas Projekt ist für Stoelzle ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit. Das Gesamtziel des ist es, in einem umfassenden Ansatz einen revolutionären Glasschmelzprozess in Verbindung mit einer neuartigen Glasschmelzwanne zu entwickeln, mit dem sich Glas für die Behälterproduktion CO2-neutral und mit deutlicher Energieeinsparung erschmelzen lässt. Das Projekt wird seitens des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz mit maximal 8,38 Millionen Euro gefördert, bei einem Gesamtprojektvolumen von rund 14,94 Millionen Euro.
Die Förderbekanntmachung bezieht sich auf die Erhöhung der Energieeffizienz, den Ausbau erneuerbarer Energien und die Reduktion der Treibhausgase. Das Projekt ZeroCO2Glas trägt wesentlich zur Erreichung dieser Ziele bei, da in der Glasindustrie bis zu 85 Prozent des Energiebedarfs in der Herstellung auf den Schmelzprozess entfällt. Das Gemenge aus Rohstoffen und Altglasscherben muss in der Glaswanne auf eine Temperatur von 1.450 Grad Celsius bis 1.650 Grad Celsius erhitzt und in Glas umgewandelt werden. Dies geschieht in großen Schmelzwannen hauptsächlich durch erdgasbefeuerte Brenner. Dadurch, dass ZeroCO2Glas auf den energieintensivsten Teil der Glasherstellung abzielt, nämlich auf das Erschmelzen des Glases, eröffnet das Projekt die Möglichkeit, besonders viel Energie und Treibhausgase einzusparen.
Eine neue, innovative Schmelztechnologie soll den Energieverbrauch gegenüber herkömmlichen Wannen in einer Größenordnung von 15 Prozent und eine CO2-freie Glasschmelze ermöglichen. Erreicht werden diese Ziele durch alternative und CO2-freie Rohstoffe mit niedrigerer Reaktionsenergie und ohne eine Freisetzung von CO2, durch verzichtbare Befeuchtung des Gemenges und durch eine kürzere Verweilzeit des Glases in der Wanne aufgrund eines besonderen Schmelzverfahrens und verbesserten Ofendesigns. Die Wanne, die innerhalb des Projektes in Aachen aufgebaut wird, ist als Hybridwanne mit Wasserstoff-Oxy und Erdgas-Oxy Befeuerung und elektrischer Heizung konzipiert. Alle Ansätze sind bereits im Labormaßstab erprobt worden; das Projekt stellt damit die zweite Stufe des Upscaling dar.

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