Nivea mit ersten Verpackungen aus erneuerbarem Kunststoff

Veröffentlicht am: 04.05.2021

Ab Juni werden in nahezu 30 Ländern rund um die Welt die Gesichtspflegeprodukte der Nivea Natural Balance-Serie, dank einer Kooperation mit Sabic, mit umweltfreundlicheren Verpackungen in den Regalen stehen.

Erst Ende letzten Jahres hatte Beiersdorf die Kooperation mit dem global agierenden Unternehmen Sabic bekannt gegeben. Das Ziel der Zusammenarbeit: eine nachhaltigere Kosmetikverpackung aus dem zertifizierten, erneuerbaren Polypropylen (PP) aus Sabic’s Trucircle-Portfolio herzustellen, das erdölbasiertes Neuplastik ersetzt.
Begonnen hat das Projekt zunächst damit, dass der Markt für alternative Kunststoffe umfassend analysiert wurde. Die Anforderungen an das Material waren hoch, denn der Hautpflegehersteller möchte nachhaltiger werden, ohne Kompromisse bei der Qualität einzugehen. „Zu unseren hochwertigen Hautpflegeprodukten gehört natürlich auch eine ebenso hochwertige Verpackung, die vielen Anforderungen gerecht werden muss“, so Michael Becker, Head of Global Packaging Development bei Beiersdorf. „Dazu gehören einerseits optische und haptische Ansprüche, die unsere Verwenderinnen und Verwender von Nivea gewohnt sind, aber auch die vollständige Recyclingfähigkeit – im Sinne der angestrebten Kreislaufwirtschaft.“
Beiersdorf hat sich zum Ziel gesetzt, 50 Prozent weniger erdölbasiertes Neuplastik bis 2025 einzusetzen – ebenso sollen alle Verpackungen wiederverwendbar, wiederbefüllbar oder recyclingfähig sein. Zudem war ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Rohstoffs und des Lieferanten, dass das sogenannte „Feedstock-Konzept“ auf einem Ausgangsmaterial der zweiten Generation basiert. Das war mit Tallöl gegeben. Eine Verpackung aus Zuckerrohr oder Mais herzustellen und sich damit einer Nahrungsquelle zu bedienen, kam nicht in Frage. „Der zertifizierte, erneuerbare Kunststoff, den wir von Sabic beziehen, hat keinerlei visuelle Auffälligkeiten oder sonstige nachteilige Eigenschaften. Demzufolge ist der Tiegel aus erneuerbarem PP weder optisch noch haptisch von der bisherigen Verpackung zu unterscheiden. Zudem verfolgt Sabic mit seinem Feedstock-Konzept einen ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz. Das hat uns überzeugt“, erläutert Hannah Rasel, Senior Packaging Specialist bei Beiersdorf.

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Kommentar

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