Review Österreichischer Verpackungstag 2022

Veröffentlicht am: 19.10.2022

Gemeinsam für nachhaltige Verpackungen – gemäß dem Schwerpunkt Kooperation und Transparenz im Informationsaustausch vernetzten sich und diskutierten Branchenvertreter beim vierten Österreichischen Verpackungstag am 13. Oktober im Wiener MAK.

Der Fachbereich Packaging and Ressource Management der FH Campus Wien informierte mit der Österreichischen Kunststoffstudie 2022 über aktuelle Daten und Status Quo bei Erreichung der Recyclingquoten in Österreich. Empfehlungen für innovative, nachhaltige Verpackungen geben die zum fünften Mal aufgelegten Circular Packaging Design Guidelines und weitere Publikationen der ECR Circular Packaging Initiative. Im Anschluss fand die Verleihung des Staatspreis Smart Packaging 2022 durch das Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft sowie das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie statt.

Innovative Verpackungen, vernetzte Kommunikation
Gesetzliche Rahmenbedingungen und Herausforderungen, ein Blick in andere Länder und wie der Weg in Richtung Kreislaufwirtschaft am besten gelingen kann, waren die Schwerpunkte beim Österreichischen Verpackungstag 2022. „Uns ist es wichtig, Entwicklung voranzutreiben und wissenschaftliche Erkenntnisse für zielgerichtete Lösungen und Perspektiven beizusteuern“, so Silvia Apprich, Leiterin des Fachbereichs Packaging and Resource Management an der FH Campus Wien. „Vernetzung aller Akteure entlang der Wertschöpfungskette, um beispielsweise Verpackungsdaten auszutauschen, ist das Gebot der Stunde.“

Österreichische Kunststoffstudie
Die Österreichische Kunststoffstudie 2022, erstellt in Zusammenarbeit von der FH Campus Wien und Circular Analytics TK GmbH, liefert eine Abschätzung der in Österreich eingesetzten Kunststoffverpackungsmengen, aufgegliedert nach Polymer- und Verpackungstypen. Sortierquoten (Bruttomengen) für definierte Polymertypen wurden auf Basis der Daten aus dem Jahr 2019 für Österreich abgeschätzt. Die Ergebnisse flossen in eine multikriterielle Nachhaltigkeitsbewertung von Kunststoffverpackungen ein. Für ausgewählte Produkte, wie Getränke, Milchprodukte, Obst und Gemüse aber auch Hygieneverpackungen und Non-Food-Produkte wurden Kunststoffverpackungen analysiert und diese mit marktgängigen Substitutionsalternativen verglichen. Die Nachhaltigkeitsanalyse richtet einen umfassenden Blick auf Produktschutz, Zirkularität und Umweltaspekte von Verpackungen. Damit sollen künftig die Auswirkungen einer Reduktion von Kunststoffverpackungen bewertet und Zielkonflikte, beispielsweise zwischen Ressourceneinsatz und Umweltbeeinflussung, sichtbar gemacht werden.

Empfehlungen für Design und Produktion recyclinggerechter Verpackungen
Vom Österreichischen Verpackungstag konnten die Branchenvertreter auch die aktualisierten Circular Packaging Design Guidelines – herausgegeben von der FH Campus Wien in Kooperation mit Circular Analytics TK GmbH und Packforce Austria – mitnehmen. Diese Empfehlungen für die Gestaltung recyclinggerechter Verpackungen sind in ihrer fünften Auflage um rechtliche und strukturelle Rahmenbedingungen ergänzt und enthalten neue Hinweise speziell für Kunststoffverpackungen, Getränkeverbundkartons und für Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton. Empfehlungen für die Gestaltung recyclinggerechter Verpackungen

Leitfaden-Package der ECR Circular Packaging Initiative
Mit fachlicher Expertise des Fachbereichs Packaging and Resource Management der FH Campus Wien hat die ECR Circular Packaging Initiative in den letzten Jahren ein umfassendes Package an Hilfestellungen für aktuelle und kommende Herausforderungen, wie der höherer Recyclingquoten des EU-Kreislaufwirtschaftspaketes, geschnürt. Die aktuell aufgelegte ECR Empfehlung für Verpackungsstammdaten ergänzt die Leitfäden Packaging Design for Recycling, die in Kooperation mit der World Packaging Organisation erarbeitete Global Recommondation for Circular Packaging Design sowie die Nachhaltigkeitsbewertung von Verpackungen.

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Kommentar

Ausgestreikt

UPM und die Paperworkers’ Union haben endlich sich auf unternehmensspezifische Tarifverträge für fünf UPM-Unternehmen geeinigt. Der Streik ist beendet, die Mitarbeiter haben ihre Arbeit wieder aufgenommen. Die Aktion umfasste die Bereiche UPM Pulp, UPM Communication Papers, UPM Specialty Papers, UPM Raflatac und UPM Biofuels, begann am ersten Jänner 2022 und dauerte fast vier Monate.