Wellpappe sorgt für sichere Lieferketten

Veröffentlicht am: 06.04.2021

Die Pandemie macht deutlich, was auch in normalen Zeiten gilt: Ohne leistungsstarke Verpackung läuft nichts in der Lieferkette. Das macht den Packstoff Wellpappe zur Transportverpackung Nummer Eins.

Dafür gibt es wahrlich gute Gründe: Er ist leicht und trotzdem stabil, vielseitig und hochwertig zu bedrucken, umweltverträglich und mit einem optimalen Preis-Leistungsverhältnis. Das Jahr 2020 stellte viele Unternehmen vor große Herausforderungen. Die österreichische Wellpappe-Industrie kam stabil und robust durch die Covid-19-Pandemie. „Es ist uns gelungen, sowohl die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter als auch die Leistungsfähigkeit der gesamten Branche sicherzustellen“, sagt Stephan Kaar, Sprecher des Forum Wellpappe Austria.
2020 haben die Mitgliedsunternehmen des Forum Wellpappe Austria – DS Smith Packaging Austria, Dunapack Mosburger, Mondi Grünburg, Rondo Ganahl, Smurfit Kappa Interwell und Steirerpack – insgesamt über eine Milliarde Quadratmeter Wellpappe abgesetzt (1.043,6 Millionen Quadratmeter). Das sind 15,6 Millionen Quadratmeter mehr als 2019 und entspricht einem Mengen-Wachstum von 1,5 Prozent gegenüber 2019. Der Jahresumsatz 2020 hingegen verzeichnete einen leichten Rückgang von 3,6 Prozent auf 553,4 Millionen Euro. „Maßgeblich dafür sind zwei Gründe: Verschiebungen bei den Warensortimenten aufgrund von Corona und kurzfristige Schwankungen auf den Rohstoffmärkten“, berichtet Kaar. Hochwertige und damit höherpreisige Verpackungen wie beispielsweise für die Automotive Industrie wurden weniger bestellt als etwa für den Online-Handel. So lag der Anteil von Wellpappe-Verpackungen für den Online-Handel im Jahr 2020 bei über zehn Prozent. Tendenz weiter steigend. Die größten Abnehmer von Wellpappe sind nach wie vor die Nahrungs- und Genussmittelindustrie (47,7 Prozent), gefolgt von Verpackungen für Möbel, Elektrogeräte, Maschinen und Fahrzeuge (19,4 Prozent), sowie chemische Produkte, Reinigung und Kosmetik (10,8 Prozent).
Das wachsende Umweltbewusstsein sowohl bei Konsumenten als auch bei immer mehr Handelsunternehmen führt zu einer verstärkten Nachfrage nach nachhaltigen Verpackungslösungen. „Wellpappe ist hier klar die Nummer Eins: Wir sind innovativ, wirtschaftlich effizient und ökologisch nachhaltig und damit eine echte Alternative zu Kunststoff“, so Kaar. Eine von der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) veröffentlichte Studie geht davon aus, dass „mehr als ein Fünftel aller fossilen Verpackungen durch clevere Lösungen aus Wellpappe ersetzt werden könnten“, erläutert Kaar. „Jährlich ließen sich damit in Österreich, Deutschland und der Schweiz mehr als 800.000 Tonnen Kunststoff einsparen.“

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Kommentar

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