Herma: Kennzeichnungslösung für JUB Gruppe

Veröffentlicht am: 05.06.2022

Große Farbeimer auf zwei Seiten zu etikettieren ist häufig eine knifflige Angelegenheit. Zum einen sind die Etiketten in der Regel sehr groß. Zum anderen sind die Produkte bis zu 25 Kilogramm schwer, unhandlich und sie haben vor allem eine dreidimensional verformte Seitenwand.

 

Aufgrund der ovalen, leicht konischen Form der Behälter verändert sich bei ihnen im Laufe eines Etikettiervorgangs der Abstand zum Etikettierer dynamisch. Wie gelingt dennoch eine präzise Seitenetikettierung ohne Falten und Blasen sicher und zuverlässig? So lautete die Aufgabenstellung bei der JUB Gruppe, einem führenden europäischen Farb- und Fassadensystemhersteller mit Hauptsitz in Slowenien, 12 Tochtergesellschaften in Mittel- und Südosteuropa und insgesamt über 700 Mitarbeitern. Da die Etikettieranlage unmittelbar in einem Produktions- und Abfüllstandort der JUB Gruppe zum Einsatz kommt, war zudem eine gleichermaßen besonders robuste wie kompakte Konstruktion und Ausführung der Anlage gesucht. Der serbische Verpackungs- und Kennzeichnungsspezialist Elmed, langjähriger Vertriebs- und Servicepartner von Herma, hat für diese anspruchsvolle Aufgabe jetzt eine Lösung geschaffen. Zum Einsatz kommen dabei drei Etikettierer vom Typ Herma 500.
Von der Abfüllanlage kommend werden die Produkte dabei automatisch über ein Förderband an die Eimer-Etikettiermaschine von Elmed übergeben. Ein spezielles Bandführungssystem sorgt zunächst für die exakte Ausrichtung, ein mittig angebrachtes Oberband für zusätzliche Stabilisierung innerhalb der Etikettiermaschine. Um die beiden Seitenetiketten anzubringen, die jeweils größer als A4 sind, eignen sich herkömmliche, starre Ablösekanten nicht. Elmed entwickelte deshalb spezielle Vakuumsaugstempel, die entlang aller drei relevanten Achsen beweglich sind, also dreidimensional etikettieren können. Die Etiketten werden zunächst an der Ablösekante von den Saugstempeln übernommen, die sie dann mithilfe eines pneumatischen Systems auf die Eimer applizieren. Um einen besseren Halt der Etiketten zu gewährleisten, werden sie zusätzlich mit Bürsten beziehungsweise Walzen angedrückt. Außerdem wird noch ein Etikett von oben in die vertiefte Oberfläche des Eimerdeckels aufgebracht. Dafür ist kein Spezialwerkzeug notwendig. Bis zu 12 Farbeimer pro Minute werden bei JUB auf diese Weise etikettiert. „Wir sind sehr davon beeindruckt, wie präzise und reibungslos das System funktioniert“, sagt Zagorka Mikić, die technische Leiterin des JUB Produktionsstandortes in der Nähe von Belgrad. „Die Herma 500 lassen sich sehr intuitiv bedienen.“ Kein Wunder: Wer ein Smartphone bedienen kann, kommt auch mit dem Touchscreen des Etikettierers sofort zurecht. Er lässt sich sowohl mit als auch ohne Handschuhe bedienen, was in Produktionsumgebungen eine sinnvolle Eigenschaft ist. Die Menüstruktur ist so gestaltet, dass nicht mehr als drei Klicks benötigt werden, um zum gewünschten Menüpunkt zu gelangen. Wichtig für einen unkomplizierten und schnellen Wechsel von Etikettenrollen: Favorisierte Parametereinstellungen kann man sich direkt auf dem Startbildschirm anzeigen lassen. Gleichzeitig ist der Touchscreen mit allen üblichen Mitteln einfach zu reinigen, sollten sich dort einmal Staub oder andere unvermeidbare Partikel absetzen. Aus Sicht von Elmed, dass bereits eine Reihe von Kennzeichnungslösungen für JUB realisiert hat, haben diese Eigenschaften erheblich zur großen Zufriedenheit des Kunden beigetragen. „Nach der initialen Schulung in der Produktion von JUB haben wir keinerlei Rückfragen mehr bekommen, was die Funktionsweise oder den täglichen Betrieb der Anlage angeht“, sagt Ivan Crnojević, Geschäftsführer von Elmed. „Das zeigt natürlich, dass das Bedienpersonal unseres Kunden sehr erfahren und umsichtig ist. Aber es ist auch ein Indikator dafür, dass unsere Etikettiermaschine mit den drei Herma 500 sehr stabil und zuverlässig funktioniert und die nicht ganz alltäglichen Anforderungen perfekt erfüllt.“

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