Semadeni will nachhaltig wirtschaften

Veröffentlicht am: 12.07.2021

Eine Klimaschutzstrategie soll die Treibhausgasemissionen des Kunststoffverarbeiters Semadeni reduzieren. Nicht vermeidbare Emissionen werden in Gold Standard zertifizierten Projekten ausgeglichen.

Zusammen mit Climate Partner aus Zürich wurde der CO2-Fußabdruck ermittelt und eine Klimaschutzstrategie entwickelt. Diese zielt darauf ab, die Emissionen zu reduzieren, beispielsweise durch vermehrten Einsatz von Rezyklat, dem Einsatz von Mehrwegsystemen, aber auch durch Maßnahmen, wie der ausschließlichen Beschaffung von energieeffizienten Maschinen und Anlagen.
„Der Klimawandel ist ein großes Umweltproblem und er bedroht unsere Existenzgrundlagen“, gibt sich Patrick Semadeni, CEO der Semadeni Plastics Group besorgt. Und weiter: „Wir müssen rasch und entschlossen handeln.“ Dies hat Semadeni getan und ist seit Juni klimaneutral.
Nicht vermeidbare Emissionen werden durch Projekte ausgeglichen, welche nach dem Gold Standard Verified Emission Reduction zertifiziert sind. Ein Teil des Ausgleichs erfolgt über das Projekt Plastic Bank: In Haiti, Indonesien, Brasilien und auf den Philippinen sammeln lokale Bewohner Plastikmüll. An Sammelstellen können sie diesen gegen Geld, Lebensmittel, Trinkwasser, oder sogar Schulgebühren eintauschen. Das Projekt sorgt dafür, dass weniger Plastik ins Meer gelangt. Stattdessen wird es recycelt und zu sogenanntem Social Plastic verarbeitet, welches als Rohmaterial für neue Produkte dient, zum Beispiel für Verpackungen.
Anita Reichebner, die Gruppenverantwortliche für Nachhaltigkeit, freut sich über das Erreichte: „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung unserer Existenzgrundlagen.“ Sie erinnert aber daran, dass die Arbeit weiter geht: „Nun müssen wir unsere Klimaschutzstrategie konsequent umsetzen und weiterentwickeln.“ Über die Fortschritte will das Unternehmen ab dem nächsten Jahr regelmäßig in einem Nachhaltigkeitsbericht informieren.

nächster » « zurück

Kommentar

Systemrelevanz…

Wie oft haben wir in den letzten Wochen den Begriff der „Systemrelevanz“ gehört. Per Definition bezeichnet man als „Systemrelevanz“ oder „too big to fail“ Institutionen wie Staaten und deren Glieder, auch Banken, Konzerne, Massenmedien und ähnliche Organisationen, die so systemstabilisierend sind, dass ihr Ausfall die herrschende Hegemonie ...