Veröffentlicht am: 19.12.2025
Die PROPAK-Industrie kämpft auch 2025 mit Gegenwind. Laut aktueller Auswertung für das erste Halbjahr 2025 erzielte die Branche einen Umsatz von 1,13 Milliarden Euro – ein Rückgang um 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Besonders betroffen sind Papierprodukte außerhalb des Verpackungssegments (minus 7,5 Prozent), während sich Verpackungen mit einem Minus von 2,0 Prozent etwas stabiler halten. Ein ernstes Warnsignal kommt aus dem Export: Der Wert der Ausfuhren sank um 6,6 Prozent, das ist für eine stark exportorientierte Branche ein alarmierendes Alarmzeichen. Eine Branchenumfrage unter den Top 30 PROPAK-Betrieben zur Einschätzung des Gesamtjahres unterstreicht dieses Bild: Die Stimmung in der österreichischen papierverarbeitenden Industrie ist sehr gedämpft, die Erwartungen für das Gesamtjahr 2025 bleiben negativ. Die ersten Anzeichen für 2026 zeigen derzeit auch keine Verbesserung der derzeitigen Auslastungslage. Besondere Sorge bereiten die anhaltend schwache Nachfrage und die steigenden Kosten, die die Wettbewerbsfähigkeit weiter unter Druck setzen. „Unsere Betriebe beweisen mit ihren Mitarbeitern tagtäglich Qualität und Innovationskraft, aber die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen setzen uns massiv unter Druck“, sagt PROPAK-Obmann Marko Bill Schuster. „Wenn die Auslandsnachfrage sinkt und gleichzeitig die Kosten im Inland weiter so überproportional zum Ausland steigen wie in den letzten Jahren, wird es eng für den Standort Österreich.“ |