Veröffentlicht am: 06.11.2026
Egal, ob Getränke, Konserven oder Kaffee: Moderne Produktionslinien müssen Dosen regelmäßig drehen, etwa um sie zu bedrucken. Das Problem: Viele handelsübliche Wender aus Stahlkörben oder Frästeilen sind schwer und wartungsintensiv, was häufig zu teuren Stillständen von Verpackungs- und Abfüllanlagen führt.
igus bringt deshalb eine Alternative auf den Markt: einen leichten und robusten Produktwender aus dem 3D-Druck, der bis zu 120.000 Dosen pro Stunde kontrolliert drehen kann. Denn Getränke- und Lebensmittelhersteller müssen ihre Anlagen regelmäßig auf verschiedene Produkte einstellen. Jeder Umbau kann dabei für Wender, die mit gebogenen Metallstangen arbeiten, eine Belastungsprobe sein. Verbiegen sich die Stangen nur leicht, können sich Dosen verklemmen und für einen Anlagenausfall sorgen. „Bei schnellen Anlagen bedeutet schon eine halbe Stunde Ausfall einen Verlust von 60.000 Dosen“, betont Jonas Burk, Leiter des Geschäftsbereichs Additive Fertigung bei igus. Die Reparatur erfordere zudem oftmals spezialisiertes Know-how. „Wir hatten daher das Ziel, einen Wender zu entwickeln, der robust ist und sich schnell im FDM-Verfahren drucken lässt. Der Wender besteht aus einem speziellen Hochleistungsfilament, das extrem verschleißfest ist. Deshalb geben wir eine Lebensdauergarantie von sechs Monaten.“ Zum Vergleich: Bei vielen handelsüblichen Wendern müssen die Kunststoffprofile alle drei Monate ausgetauscht werden. |