Heidelberg North America und Gallus präsentierten auf der Loupe Americas (ehemals Labelexpo) unter dem Motto „Let‘s Connect“, wie neueste Technologien Etikettendruckereien dabei unterstützen, starre Maschinenkonfigurationen hinter sich zu lassen und individuell anpassbare, skalierbare sowie zukunftssichere Produktionsumgebungen aufzubauen.

Seit Beginn des Geschäftsjahres am ersten April 2026 wurden in den USA mehr als zehn neue Druckmaschineninvestitionen verzeichnet. Damit gewinnen die hochgradig modularen und flexiblen Lösungen für den Etikettendruck von Gallus im Rahmen des System-to-Compose-Konzepts auf dem US-Markt deutlich an Dynamik. Der nordamerikanische Etikettenmarkt setzt seinen stabilen Wachstumskurs fort. Laut dem AWA Labeling & Product Decoration Market Report 2026 wird bis 2028 ein stetiges jährliches Wachstum von zwei Prozent erwartet. Die Etikettendruckereien in den USA setzen diese positiven Aussichten in Investitionen um. Das zeigt die starke Dynamik, die Heidelberg und Gallus seit Beginn des Geschäftsjahres verzeichnen: Innerhalb von nur fünf Monaten wurden mehrere Maschinen aus dem gesamten Portfolio, darunter Gallus RCS, Gallus Labelmaster, Gallus One und Gallus Five, an US-amerikanische Etikettendruckereien verkauft.
Zu den jüngsten Investoren gehört Hub Labels aus Hagerstown, Maryland. Das Unternehmen verfügt bereits über eine Gallus EM 410, zwei Gallus EM 510 und zwei Gallus RCS 330 und war einer der ersten Anwender der Gallus Labelfire 340 Hybrid. Vor kurzem entschied sich Hub Labels für die neu eingeführte Gallus Five. Deren Herzstück ist ihr Hybridkonzept: Flexo- und digitaler Inkjetdruck werden auf einer einzigen Plattform kombiniert und durch integrierte Veredelungs- und Stanzmodule ergänzt. In Verbindung mit dem neuen Heidelberg Saphira UV05-Tintenset erreicht die Maschine Geschwindigkeiten von bis zu 100 Meter pro Minute und steigert damit die Gesamtproduktivität erheblich. Dank der außergewöhnlich hohen Pigmentierung wird pro Auftrag weniger Tinte benötigt. Das senkt den Tintenverbrauch unmittelbar und trägt zu niedrigeren Gesamtbetriebskosten (TCO) bei. Die Tinten sind zudem vollständig LED-härtbar. Dadurch sinkt der Energieverbrauch, und die Gallus Five wird zu einer wirtschaftlichen Lösung für den Hybriddruck ohne Abstriche bei Präzision oder Farbintensität. Hub Labels profitiert außerdem von der höheren Geschwindigkeit und der größeren Druckbreite von 430 Millimeter. So kann das Unternehmen bei einem breiteren Auftragsspektrum wettbewerbsfähiger agieren und kürzere Auflagen von den bereits installierten Maschinen auf die neue Plattform verlagern. Dies unterstützt eine optimale Auslastung der gesamten Produktion. „Die Entscheidung für die Gallus Five fiel uns leicht“, erklärt Thomas Dahbura, Inhaber von Hub Labels. „Da sich die Farben zwischen Flexo- und Digitaldruck abstimmen lassen, können wir beide Technologien ohne Kompromisse in einem Auftrag kombinieren. Gleichzeitig bedeutet die kurze Umrüstzeit der Hybridplattform einen echten Paradigmenwechsel bei Aufträgen mit vielen SKUs. Als einer der ersten Anwender der Gallus Labelfire 340, die ebenso wie die Gallus Five zwei Technologien auf einer Plattform vereinte, freuen wir uns darauf, weiterhin mit dem Team von Heidelberg und Gallus zusammenzuarbeiten. Sie bringen die neuesten Technologien auf den US-Markt und unterstützen uns mit flexiblen Lösungen für den Etikettendruck dabei, unseren Betrieb zukunftssicher aufzustellen.“
Das eigene Meisterwerk komponieren
Das System-to-Compose-Konzept stand im Mittelpunkt der größten Fachveranstaltung Nordamerikas für die Etiketten- und Verpackungsindustrie. Es wurde entwickelt, um Etikettendruckereien durch maßgeschneiderte Produktionskonfigurationen mehr Flexibilität und Skalierbarkeit zu bieten. Bei sich verändernden Geschäftsanforderungen lassen sich Einheiten im Gallus-System hinzufügen, anpassen oder entfernen. Gleichzeitig gewährleistet das Konzept eine unübertroffene Kompatibilität über die Produktlinien hinweg. Auf der Messe wurde das Konzept mit dem Gallus-Maschinenkonfigurator erlebbar. Besucher konnten damit individuelle Maschinenkombinationen, Anwendungsmöglichkeiten und Produktionsabläufe in Echtzeit erkunden und so das volle Potenzial der modularen Gallus-Plattform kennenlernen. Am Stand konnten sie „ihr eigenes Meisterwerk komponieren“: Als Basis wählten sie eines der verschiedenen Gallus-Maschinenmodelle, von der bewährten Gallus Labelmaster bis zu den neuesten Digital- und Hybridmodellen Gallus One und Gallus Five, und passten die Konfiguration an ihre individuellen Produktionsanforderungen an. Außerdem präsentierten Heidelberg und Gallus auf der Loupe Americas ihre neueste Screeny-Siebdruckeinheit und demonstrieren deren Leistungsfähigkeit, Präzision und Qualität bei hochwertigen Etikettenanwendungen. „Wir befinden uns an einem spannenden Punkt für die Branche. Immer mehr Etikettendruckereien erkennen, dass Modularität und Flexibilität genau das sind, was sie brauchen, um in einem sich wandelnden Markt erfolgreich zu sein“, so Dario Urbinati, CEO von Gallus. „Die Loupe Americas 2026 bot uns eine wertvolle Gelegenheit, mit weiteren Kunden in den USA ins Gespräch zu kommen und zu zeigen, wie Gallus sie beim Aufbau agilerer, effizienterer und zukunftssicherer Produktionsumgebungen unterstützen kann.“