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Etiketten und KI: Marzek ortet Verarbeitungsprobleme

Veröffentlicht am: 31.03.2026

KI-generierte Designs liefern in Sekundenschnelle kreative Anregungen für Bilder und Texte und sind damit eine spannende Inspirationsquelle. Geht es jedoch um die Produktion professioneller Etiketten, ist die Zusammenarbeit mit erfahrenen Profis unverzichtbar. Nur so entstehen Etiketten, die technisch einwandfrei, rechtssicher und visuell überzeugend sind sowie den gewünschten Verkaufserfolg bringen

 

Die Einsatzmöglichkeiten moderner KI-Tools zur Text- und Bildgenerierung haben sich rasant entwickelt. Warum also nicht auch Etikettendesigns von ChatGPT & Co. erstellen lassen und dadurch Kosten für eine professionelle Designagentur einsparen? „Was auf den ersten Blick am Bildschirm attraktiv wirkt, erweist sich bei genauer Betrachtung für den professionellen Etikettendruck noch lange nicht geeignet“, erklärt Stefanie Wareka, MSc, MSc, 5. Generation des traditionsreichen Familienunternehmens. „Für eine technisch korrekte, rechtssichere und qualitativ hochwertige Etikettenproduktion müssen beim Design zahlreiche Faktoren berücksichtigt werden. Deshalb ist es unerlässlich, kompetente Designer mit entsprechender Erfahrung zu beauftragen.“

Design ist mehr als ein schönes Bild
Erfahrene Designer berücksichtigen Format, Verpackungsgeometrie, Vorder- und Rückenetiketten, Siegel, Embleme und Hinweisetiketten – alles abgestimmt auf ein konsistentes Gesamtkonzept und das Corporate Design eines Unternehmens. KI-Vorlagen liefern dagegen meist nur starre Pixelbilder, die weder skalierbar noch sauber editierbar sind. Anpassungen von Texten, Farben, Formen oder Formaten sind damit nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich.

Rückenetikett und mehr
Eine Gesamtverpackung besteht in der Regel aus mehreren Bestandteilen, nämlich der Primär-verpackung, den Etikettengarnituren, Siegel, Emblem und Hinweisetiketten. Bestandteile müssen in Farbe, Form, Größe und Gestaltung harmonieren und einem konsistenten Gesamtkonzept folgen. Darüber hinaus sollte das Design dem Corporate Design des Unternehmens entsprechen – inklusive lizenzierter Schriften, Bildwelten und Farbdefinitionen. Diese Details bleiben bei KI-generierten Designs unberücksichtigt, sie sind aber allesamt entscheidend für einen erfolgreichen Marktauftritt.

Veredelungen brauchen Know-how
Relief- und Folienprägungen, Lacke, Spezialfarben, Matt-Glanz-Optik, haptische Effekte, Stanzungen Perforationen oder besondere Materialien machen Etiketten erst richtig wirkungsvoll. Sie wecken die Neugier auf das jeweilige Produkt, motivieren zum Kauf und sorgen dafür, dass es auch danach in Erinnerung bleibt und wieder gekauft wird. Diese Sondereffekte und Veredelungen müssen frühzeitig technisch und gestalterisch geplant und mit der Druckproduktion abgestimmt werden – ein Zusammenspiel, das nur mit erfahrenen Profis funktioniert und eine KI naturgemäß nicht leisten kann.

Technik & Recht: entscheidend für den Erfolg
Die Arbeit an einem überzeugenden Etikett beginnt lange vor dem Druck. Bereits in der Konzeptionsphase müssen Funktionalität und Einsatzbereich mitgedacht werden. Muss es feuchtigkeits-, temperatur- oder UV-beständig sein? Soll es abwaschbar sein oder wird später flexibel eingedruckt? Wie kann Faltenbildung vermieden werden? Für eine professionelle Umsetzung sind zudem präzise auf den jeweiligen Produktionsprozess abgestimmte Druckdaten unerlässlich. Dazu zählen unter anderem korrekt angelegte Vektorgrafiken, genaue Farbdefinitionen, Ebenen für Farben, Lacke, Veredelungen und Nachbearbeitungen, Gradationskurven, Rastertechnologien, Verzerrungen, Überfüller, Stanzkonturen, lizenzierte Schriften sowie Fingerprints für Klischeematerialien in Kombination mit einzelnen Druckmaschinen, Druckverfahren und Bedruckstoffen. Ebenso wichtig ist die Einhaltung aller länderspezifischen rechtlichen Vorgaben – von Mindestschriftgrößen über Pflichtangaben bis hin zu Urheber- und Nutzungsrechten. KI-Tools übernehmen hierfür keinerlei Haftung. „KI-Tools können wertvolle kreative Impulse liefern. Für den professionellen Etikettendruck sollten sie jedoch ausschließlich als Inspirationsquelle genutzt werden. Gestaltung, technische Umsetzung und Datenaufbereitung gehören in die Hände erfahrener Profis – nur so entstehen Etiketten, die technisch einwandfrei sowie rechtlich sicher sind und den gewünschten Verkaufserfolg bringen“, resümiert Stefanie Wareka.