Vereinheitlichung der Verpackungssammlung ab 2023

Veröffentlicht am: 06.11.2022

Ab 2023 werden alle Kunststoffverpackungen wie etwa Joghurtbecher, Plastiksackerl oder Tuben gemeinsam mit Plastikflaschen und Getränkekartons österreichweit in der Gelben Tonne oder dem Gelben Sack gesammelt.

Das ist ein wichtiger Schritt für den Klimaschutz und zur Erreichung der EU-Recyclingziele. Seit vielen Jahren hat sich die ARA für eine einheitliche Sammlung von Kunststoffverpackungen eingesetzt. „Die Sammlung wurde innerhalb der einzelnen Bundesländer unterschiedlich gehandhabt und das führte bei vielen Bürgern zu Unsicherheiten bei der richtigen Mülltrennung“, erklärt ARA Vorstandssprecher Harald Hauke. Das ändert nun die Verpackungsverordnung ab dem kommenden Jahr: Ab ersten Jänner 2023 werden alle Kunststoffverpackungen in der Gelben Tonne oder dem Gelben Sack gesammelt. 2025 ist die gemeinsame Sammlung von Kunststoff- und Metallverpackungen in ganz Österreich verpflichtend. Die Bundesländer Kärnten, Niederösterreich, Salzburg und Wien sowie einige Bezirke in Oberösterreich setzen diesen Schritt bereits 2023 um. Die restlichen Bundesländer sammeln Kunststoff- und Metallverpackungen in den nächsten zwei Jahren noch getrennt in der Gelben Tonne beziehungsweise im Gelben Sack und der Blauen Tonne.

Sammelplus von 20 Prozent erwartet
Mit der Sammelumstellung sollen mehr Kunststoffverpackungen ins Recycling gebracht werden. „Wir rechnen für 2023 mit einem Sammelplus von bis zu 20 Prozent bei Kunststoffverpackungen. Das ist ein wichtiger Schritt für mehr Klimaschutz und zur Erreichung der EU-Recyclingziele, denn bis 2025 müssen wir das Recycling von Kunststoffverpackungen in Österreich verdoppeln“, erklärt Hauke. Mit den steigenden Sammelmengen werden für ein maximales Recycling zusätzliche Sortierkapazitäten erforderlich sein. Dazu errichtet die ARA gemeinsam mit Partnern in Oberösterreich eine Hightech-Sortieranlage mit einer jährlichen Kapazität von bis zu 100.000 Tonnen. Die Umstellung soll es den Österreichern noch einfacher machen, ihre Verpackungen getrennt zu sammeln und damit ihren persönlichen Beitrag zu Klimaschutz und Ressourcenschonung zu leisten. „Wir bauen die Haushaltssammlung nicht nur um, sondern auch aus und stellen sukzessive von einem Bring- auf ein Holsystem um, zum Beispiel mit dem Gelben Sack, der direkt vor dem Haus abgeholt wird. Darüber hinaus unterstützen wir die Bürger mit unserer App ‚Digi-Cycle‘, die rechtzeitig zur Umstellung verfügbar sein wird und Hilfestellung bei der richtigen Trennung und Sammlung gibt“, so Hauke.

Sammelsysteme in den Bundesländern
In Kärnten, Niederösterreich, Salzburg und Wien werden bereits ab 2023 alle Kunststoff- und Metallverpackungen in der Gelben Tonne und dem Gelben Sack gesammelt. In der Steiermark, Tirol, Vorarlberg und dem Burgenland kommt es 2023 zu keiner Änderung, hier werden Kunststoff- und Metallverpackungen wie bisher getrennt in der Gelben Tonne beziehungsweise dem Gelben Sack und der Blauen Tonne gesammelt. Ab 2025 folgt auch hier die gemeinsame Erfassung. In Oberösterreich kommen regional unterschiedlich beide Sammelsysteme zum Einsatz. Änderungen gibt es in den Bezirken Braunau und Rohrbach, in denen die ARA mit ersten Jänner 2023 eine gemeinsame Sammlung von Kunststoff- und Metallverpackungen ab Haus einführt. Was wird ab 2023 in der Gelben Tonne gesammelt?

• Plastikflaschen (PET-Flaschen, wie Mineralwasserflaschen, bzw. andere Kunststoffflaschen wie Wasch- und Putzmittelflaschen, Flaschen für Körperpflegemittel, etc.)

• Getränkekartons

• Joghurt- und andere Becher

• Schalen und Trays für Obst, Gemüse, Takeaway etc.

• Folien

• Verpackungen von Schnittkäse oder Wurstscheiben

• Folienverpackungen von Mineralwasserflaschen

• In Kärnten Niederösterreich, Salzburg, Wien und Teilen Oberösterreichs: Verpackungen aus Metall und Aluminium (Getränke- und Konservendosen, Kronkorken, Tierfutterdosen, etc.)

Kommentar

Ausgestreikt

UPM und die Paperworkers’ Union haben endlich sich auf unternehmensspezifische Tarifverträge für fünf UPM-Unternehmen geeinigt. Der Streik ist beendet, die Mitarbeiter haben ihre Arbeit wieder aufgenommen. Die Aktion umfasste die Bereiche UPM Pulp, UPM Communication Papers, UPM Specialty Papers, UPM Raflatac und UPM Biofuels, begann am ersten Jänner 2022 und dauerte fast vier Monate.