Sechsmal Gold beim Deutschen Verpackungspreis 2022

Veröffentlicht am: 06.11.2022

Am ersten Tag der Fachpack hat das Deutsche Verpackungsinstitut e. V. (dvi) am 27. September die Gewinner der Gold‐Awards beim diesjährigen Deutschen Verpackungspreis bekannt gegeben.

 

Die sechs besten Innovationen des Jahres 2022 kommen aus den Kategorien Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Verpackungsmaschinen und Nachwuchs. Gefeiert wurden darüber hinaus 32 innovative Lösungen, die sich bereits im August über einen Deutschen Verpackungspreis freuen konnten. Bereits Ende August hatte das dvi die Sieger beim diesjährigen Deutschen Verpackungspreis bekannt gegeben. „Mit dem Gold‐Award zeichnet die Jury des Deutschen Verpackungspreises Innovationen aus, die sich selbst aus dem Kreis der Verpackungspreisträger noch hervorheben“, erklärt Dr. Bettina Horenburg, Director Corporate Communications bei Siegwerk Druckfarben und als Vorstandsmitglied des dvi Gesamtverantwortliche für den Deutschen Verpackungspreis.

Das Netzwerk feierte
Die von den dvi‐Geschäftsführern Kim Cheng und Winfried Batzke moderierte Preisverleihung fand in der Packbox der Fachpack statt. Die Branche feierte die siegreichen Innovatoren und ihre Innovationen bei Bühnen‐Talk und Musik sowie beim anschließenden Netzwerkabend. Nach einem kurzen Talk mit Vertretern von Fachpack, igepa Group und Packaging Valley als Premium‐Partner des Deutschen Verpackungspreises 2022, erhielten die siegreichen Innovatorinnen und Innovatoren auf der Bühne ihre Urkunde und den wohlverdienten Applaus. Anschließend gaben Kim Cheng und Winfried Batzke die Gewinner der Gold‐Awards bekannt.
Das Jurymitglied Professor Jens‐Peter Majschak von der TU Dresden und Winfried Batzke hoben in ihrer Laudatio die innovativen Leistungen der Gold‐Preisträger aus den Kategorien Verpackungsmaschinen respektive Wirtschaftlichkeit heraus. Katja Feeß übernahm die Laudatio für die Gewinnerinnen der Kategorie Nachwuchs. Hier hatte die Fachpack einen Sonderpreis bereitgestellt. Die Würdigung der beiden Gold‐Award‐Sieger in der Kategorie Nachhaltigkeit erfolgte durch den Vertreter des Packaging Valley, Martin Buchwitz. Malte Andresen vom Medienpartner Packaging Journal übernahm die Würdigung des Gewinners in der Kategorie Digitalisierung. „Der Deutsche Verpackungspreis ist die größte und bedeutendste Leistungsschau rund um die Verpackung in Europa. Unsere sechs Gold‐Gewinnerinnen aus Deutschland und Frankreich zeigen gemeinsam mit den 32 weiteren Verpackungspreisträgern stellvertretend für die gesamte Wertschöpfungskette, dass sich Menschen, Wirtschaft und Umwelt auf die innovative Kraft der Branche verlassen können. Die Leistungen der Unternehmen sind Lichtblicke in schwierigen Zeiten“, betonte Dr. Bettina Horenburg.

Einmal Gold für Wirtschaftlichkeit
Von der Polifilm Extrusion GmbH kommt eine grundlegende Neuerung im Bereich der Folien‐Kaschier‐Technologie. Die mit Gold ausgezeichnete, selbstkaschierende Polyethylen(PE)‐Folie dekomplexiert die Produktion und bringt deutliche Einsparungen bei Energie und Investition. So entfällt nicht nur die bislang notwendige klassische Trocknung, sondern auch die Ausreifezeit von mindestens zwei Tagen. Die Anlage kann dadurch wesentlich kompakter gestaltet werden und das Handling von Lösemittel und ‐resten entfällt.

Zweimal Gold für Nachhaltigkeit
Über Gold freuen konnte sich auch die Procter & Gamble Service GmbH. Ihre P&G Ecoclic Box for liquid laundry capsules ist eine innovative Box für Waschmitteltabs, die erhebliche Mengen Kunststoff und Transportkapazitäten einspart und zu 70 Prozent aus FSC‐ zertifiziertem Material besteht. Als Mehrwert bietet die Box eine neue, geniale Kindersicherung, die sehr einfach gehalten und unauffällig integriert ist und dabei zuverlässig funktioniert.
Ein Gold‐Award ging zudem an die Albéa Group aus Frankreich für ihre Tube EcoFusion Top with Thin‐Wall & PCR Max. Die zweiteilige Tube wurde auf beeindruckende Weise konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. So konnte durch die Reduzierung der Tubenwandstärke auf ein absolutes Minimum rund 30 Prozent Gewicht eingespart werden. Die Optimierung der Verschlusskappe führte sogar zu einer 80prozentigen Gewichtseinsparung gegenüber vergleichbaren Standardverschlüssen. Die PE‐Monomaterial‐Tube ist voll recyclingfähig und besteht zu 42 Prozent aus PCR.

Einmal Gold für Digitalisierung
Absolut goldwürdig ist auch die Softwarelösung Chira des Institut cyclos‐HTP GmbH. Das innovative Tool ermöglicht eine praktikable, rechts‐ und normenkonforme sowie transparente, quantitative Bilanzierung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen. Die Bewertung erfolgt für alle Materialarten und mit EU‐weitem Geltungsbereich in nationalstaatlicher Differenzierung sowie konform zum deutschen Mindeststandard. Bestandteil des Programms sind intelligente Abfragemenüs für einzelne Verpackungstypen und eine Archivierung der Bewertungen. Die Software kann darüber hinaus als Instrument zur Verpackungsoptimierung eingesetzt werden. So wird bei der Variation einzelner Ausführungsdetails die Auswirkung auf die Recyclingfähigkeit direkt dargestellt.

Einmal Gold für Verpackungsmaschinen
Gold glänzt es auch im Bereich Pharmamaschinenbau. Mit Versynta microBatch hat die Syntegon Technology GmbH eine absolut überzeugende Lösung entwickelt, die äußerst kompakt gehalten ist und eine hohe Formatflexibilität mit minimalen Bedienereingriffen bietet. So führt die Innovation zu einer Erhöhung der Reproduzierbarkeit, Prozessüberwachung und Dokumentation im Zuge des erhöhten Automatisierungsgrades. Außerdem verringern sich Fehlermöglichkeiten sowie teure Stillstandszeiten für Formatwechsel, Sterilisation oder Störungen.

Einmal Gold für Nachwuchs
Die jüngste Goldgewinnerin kommt von der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Die Studentin Hélène Fontaine erhält ihn für einen innovativen Pumpdispenser mit Standard‐ DIN‐Gewinde und integriertem Dosierlöffel, der speziell für Menschen mit motorischen Einschränkungen oder Sehbehinderung eine sichere Dosierung erlaubt.

Kommentar

Ausgestreikt

UPM und die Paperworkers’ Union haben endlich sich auf unternehmensspezifische Tarifverträge für fünf UPM-Unternehmen geeinigt. Der Streik ist beendet, die Mitarbeiter haben ihre Arbeit wieder aufgenommen. Die Aktion umfasste die Bereiche UPM Pulp, UPM Communication Papers, UPM Specialty Papers, UPM Raflatac und UPM Biofuels, begann am ersten Jänner 2022 und dauerte fast vier Monate.