Versandetiketten völlig trägerlos

Veröffentlicht am: 13.08.2019

100 Milliarden Pakete pro Jahr: Diesen Wert prognostiziert der „Parcel Shipping Index“ für 2020. Die Daten wurden für 13 große „Versandnationen“ wie Deutschland, England, Frankreich, Italien, USA, China und Japan erhoben. Nahezu alle Pakete werden ein Versandetikett von beachtlicher Größe tragen. Das dafür benötigte silikonisierte Trägermaterial einsparen zu können, wäre ein enormer Umweltvorteil: Es handelt sich um tausende Tonnen von Material, das nach der Applizierung völlig nutzlos ist und derzeit noch aufwändig entsorgt oder recycelt werden muss. Zeitgleich auf Fachpack und Labelexpo präsentiert Herma nun erstmals ein neues trägerloses Etikettiersystem. „Unter den uns bekannten Systemen ist das Herma InNo-Liner System die erste praxisgerechte Lösung dieser Art weltweit, die den Taktleistungen und den Anforderungen in Versand- und Logistikzentren gerecht wird. Das eingesetzte Etikettenmaterial kann zudem mehrfarbig vorbedruckt werden“, so Herma Geschäftsführer Dr. Thomas Baumgärtner, der auch den Bereich Haftmaterial leitet. Das System basiert auf einer speziellen, patentierten Klebstoffausführung und einer eigens dafür entwickelten Mikrozerstäubungseinheit, die ebenfalls zum Patent angemeldet wurde.
Linerless genannte Anwendungen gab es zwar auch schon in der Vergangenheit – etwa in Form selbstklebender Bons und Verschlussetiketten. Aber diese haben immer gravierende Einschränkungen, weshalb sie Nischenlösungen sind. Weil sie von Anfang an kleben und auf sich selbst gewickelt sind, ist ihre Oberfläche oftmals silikonisiert – darauf haftet jedoch keine Druckfarbe. Und Thermodrucker können nur schwarz bzw. einfarbig drucken. Andere System, die zum Beispiel mit Hitzeaktivierung arbeiten, haben Limitationen in der Geschwindigkeit. Das Herma InNo-Liner System dagegen schafft problemlos die üblicherweise geforderten Takte von etwa 40 Etiketten in der Größe A5 oder A6 pro Minute, bei Bedarf auch in Farbe vorbedruckt. Und die Kosten sind ebenso gering wie bei einem konventionellen Selbstklebeetikett.

Kommentar

Ausgezeichnete Österreicher bei FINAT Awards

Eines ist sicher, Etikettenhersteller aus Österreich werden ihrer professionellen Rolle jedes Jahr gerecht und gewinnen Auszeichnungen trotz starker internationaler Konkurrenz. So freut es uns, dass auch in diesem Jahr drei Unternehmen bei der Verleihung in Kopenhagen reüssierten.