Fusion von Gelber und Blauer Tonne in Wien

Noch einfacher, noch effizienter und noch bequemer soll ab sofort die getrennte Altstoffsammlung in Wien werden.Nach dem Motto „Aus ZWEI wird EINS“ werden künftig Plastikflaschen, Getränkekartons und Metalle gemeinsam in der neuen gelb-blauen Kombi-Tonne gesammelt, in Einfamilienhäusern im gelb-blauen Kombi-Sack.

Mit Hilfe automatisierter Sortiertechnologie lassen sich die Altstoffe danach sortenrein trennen und dem umweltfreundlichen Recycling zuführen. „Noch nie war Mülltrennen so einfach. Diese Neuerung bringt mehr getrennte Altstoffe, mehr Recycling und weniger Transportkilometer, konkret sparen wir mit der Fusion 80.000 Transportkilometer, was ein zentraler Beitrag zum Klimaschutz ist“, erläutert Umweltstadträtin Ulli Sima die Maßnahme, die die größte Umstellung der getrennten Sammlung in Wien seit 15 Jahren ist. Die Umstellung der Altstoffsammlung in Wien erfolgt gemeinsam mit der Altstoff Recycling Austria (ARA), die für die Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verpackungen verantwortlich ist.
Was gehört nun in die neue Tonne? Plastikflaschen für Getränke (PET-Flaschen), Wasch- und Putzmittel (Haushaltsreiniger, Weichspüler, ...), Körperpflegemittel, sonstige Lebensmittel (Speiseöl-, Essig-, Milch-, Joghurtflaschen, ...), destilliertes Wasser, Kühlmittel und Sonstiges, aber kein Motoröl. Weiters Dosen, kleinteilige Metalle, Getränkedosen, Konservendosen für Lebensmittel oder Tiernahrung, Menüschalen aus Metall (Fertiggerichte, Tierfutter, ...), andere Metallverpackungen (Verschlüsse, Deckel, Tuben, Alufolie), kleinteilige Metalle (Durchmesser kleiner als 20 Zentimeter, nicht spitz und nicht scharf jedoch keine Drähte und Batterien. Ebenso können Getränkekartons (Milch- und Saftpackerln sowie Getränkekartons für Wein etc.) in die neue Tonne eingebracht werden.
Die Blauen Tonnen – bisher ausschließlich für Dosen und Kleinmetalle vorgesehen – werden Schritt für Schritt durch neue Gelbe Tonnen mit blauen Rand an der Einwurföffnung ersetzt. Alle Gelben Tonnen bekommen zusätzlich neue Aufkleber. Aufgrund der großen Menge an Blauen und Gelben Tonnen – insgesamt handelt es sich um rund 19.000 Behälter an mehr als 6.500 Standorten (sowohl an öffentlichen Plätzen als auch auf privaten Liegenschaften) – nimmt der Austausch der Blauen Tonnen gegen Gelbe Tonnen rund sechs Monate in Anspruch. Die Umstellung beginnt im Oktober und erfolgt gebietsweise.

Foto: Umweltstadträtin Ulli Sima und ARA Vorstand Christoph Scharff. © PID/Christian Fürthner

Kommentar

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