Europäische Tubenproduktion stabil auf Kurs

Veröffentlicht am: 06.03.2019

Die Gesamtproduktion aller europäischen Tubenhersteller addierte sich im Jahr 2018 auf eine bemerkenswerte Stückzahl von15,5 Milliarden Tuben. Hierzu trugen die in der etma – european tube manufacturers association – zusammengeschlossenen Unternehmen den Löwenanteil bei. Mit 10,9 Milliarden hergestellten Tuben repräsentieren sie rund 70 Prozent der gesamten europäischen Produktion im Jahr 2018. Bereinigt um die Produktionszahlen neuer Mitglieder entspricht das einem Wachstum von immerhin 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Mit der Marktsituation im Jahr 2018 sind wir zufrieden. Die Produktionskapazitäten waren gut ausgelastet, und auch für 2019 erwarten wir eine weiterhin stabile Nachfrage nach Tuben, weil sich unsere wichtigsten Absatzmärkte Kosmetik, Pharmazie, Zahnpasta und auch Lebensmittel als sehr robust erweisen. Mit gewisser Sorge betrachten wir allerdings die erheblich gestiegenen Kostenbelastungen in den Bereichen Energie, Transport, Lacke und Druckfarben. Insgesamt bin ich aber für die weitere Marktentwicklung unserer Branche und die Zukunftsaussichten unserer Mitgliedsfirmen durchaus zuversichtlich“, so etma Präsident Oliver Höll.
Von den 15,5 Milliarden Tuben, die die europäischen Hersteller 2018 insgesamt in die unterschiedlichen Verpackungsmärkte geliefert hatten, wurden 38 Prozent aus Laminat gefertigt. Nur knapp dahinter rangieren die Tuben aus Aluminium mit einem Anteil von 35 Prozent. Die restlichen 27 Prozent aller in Europa hergestellten Tuben bestehen aus Kunststoff.
Der breit gefächerte Kosmetiksektor bleibt mit einem Anteil von 47 Prozent an der europäischen Jahresproduktion der mit Abstand größte Absatzmarkt für Tuben. Darauf folgen auf den nächsten Plätzen nahezu gleichauf mit jeweils rund 20 Prozent die Märkte für Zahnpasta und für pharmazeutische Produkte. Der Lebensmittelsektor mit zirka acht Prozent sowie Haushaltsgüter mit etwa fünf Prozent sind weitere nennenswerte Absatzfelder.
„Tuben zeichnen sich durch höchste Funktionalität und Verbraucherfreundlichkeit aus. Mit ihren drei Materialvarianten Aluminium, Laminat und Kunststoff ermöglichen sie für unterschiedlichste Anwendungen maßgeschneiderte und ressourceneffiziente Verpackungslösungen. Deshalb kann unsere Industrie optimistisch in die Zukunft schauen“, meint etma Generalsekretär Gregor Spengler zur Vielseitigkeit von Tuben und ihrer nahezu universellen Verwendungsmöglichkeit.

Kommentar

Dem Plastiksackerl geht es an den Kragen

Am 5. Dezember 2018 hat das von der Bundesregierung angekündigte Totalverbot von Plastiksackerln ab 2020 den Ministerrat passiert. „Wir setzen damit einen Meilenstein im Umweltschutz“, so die zuständige Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger.