Fakuma 2020: Endgültiges Go! Ende Juli

Veröffentlicht am: 09.07.2020

Die 27. Fakuma – Internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung – rüstet sich für den nächsten Messeauftritt vom 13. bis 17.10.2020. Ein endgültiges „Go!“ wird für Ende Juli erwartet.

Die Messe gilt als erster Anlaufpunkt, wenn es um Spritzgießen, Extrusionstechnik, Thermoformen und 3D-Printing geht. Sie präsentiert Neuheiten rund um Material, Maschinen, Peripherie, Prozesse, Simulation, Verfahren, Technologien und Tools rund um die Kunststoffbe- und -verarbeitung. Bekanntlich ist in diesem Jahr der Corona-Pandemie alles anders als gewohnt – viele Fachveranstaltungen mussten abgesagt werden. Doch die Fakuma steht in der Startposition. Mit der Absichtserklärung der Landesregierung Baden-Württemberg vom 23. Juni 2020, dass ab dem 1. September 2020 wieder Messen mit mehr als 1.000 beteiligten Personen stattfinden dürfen, wechselt der Messeveranstalter P. E. Schall GmbH & Co. KG mit seinem Projektteam für die Organisation der Fakuma 2020 vom erzwungenen Wartemodus in den offensiven Durchführungsmodus. In enger Abstimmung mit den zuständigen Ämtern, dem Standortbetreiber Messe Friedrichshafen und dem Messeunternehmen Schall entsteht zurzeit ein Durchführungskonzept, das zur Genehmigung vorgelegt wurde. Erklärtes Ziel von Schall ist es, bis spätestens Ende Juli 2020 den Ausstellern und Kooperationspartnern das Go! für die Fakuma 2020 geben zu können.

Aussteller, Kooperationspartner und Fachbesucher warten längst auf konkrete Informationen und Zusagen, doch behördliche Vorgaben haben ein Abwarten erzwungen. Als Maßstab für die weiteren Planungen der Messebetreiber und Messeveranstalter haben das Wirtschafts- und das Sozialministerium Baden-Württemberg zur Durchführung von Messen Hygienevorgaben erarbeitet. „Unsere Messestandorte ermöglichen bereits ein hohes Maß an Kontrollierbarkeit. Sie sind schon jetzt gut vorbereitet. Zum Beispiel durch Zutritts-Kontrollen mit namentlicher Registrierung, Begrenzung der Teilnehmeranzahl, Steuerung der Besucherströme im Verhältnis zur Raum-/Hallengröße oder auch Lüftungskonzepte für Innenräume“, erklärte die Baden-Württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut. Die Besucherzahlen bei großen Messen würden differenziert betrachtet, da sich nicht alle Besucher gleichzeitig auf der Messe aufhalten; vielmehr verteilen sich die Besucherströme sowohl über einen Messetag als auch über alle Messetage hinweg, was eine kontrollierte Steuerung zulässt.

Keine Teilnahme von Engel und Sumitomo (SHI) Demag
Anfang Juli gaben sowohl Engel als auch Sumitomo (SHI) Demag bekannt nicht an der Fakuma 2020 teilzunehmen. „Engel wird in diesem Jahr nicht in gewohnter Form aktiv an der Fakuma teilnehmen. Die Geschäftsleitung trifft diese Entscheidung angesichts der nicht vorhersehbaren weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie. Wir tragen Verantwortung für die Gesundheit und Sicherheit sowohl unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch unserer Standbesucher. Selbst mit einem Hygienekonzept und einer pro Tag begrenzten Zahl an Messebesuchern können wir das Risiko einer Ansteckung mit Covid-19 nicht ausschließen“, so in der Stellungnahme der Geschäftsleitung von Engel.
Die Geschäftsführung und Belegschaftsvertreter der deutschen Standorte von Sumitomo (SHI) Demag haben abgestimmt, dass man in diesem Jahr keine aktive Präsenz auf der Fukuma zeigen werde. Der Schutz von Mitarbeitern, Besuchern und Kunden stehe bei dem Unternehmen an erster Stelle, daher werde man weder Mitarbeiter, noch Maschinenexponate nach Friedrichshafen senden. „Wir sind froh, dass uns das Coronavirus weitestgehend verschont hat. Es gab vereinzelte Fälle, aber glücklicherweise keine Infektionen innerhalb der Unternehmensgruppe. Die Gesundheit ist ein so hohes Gut. Selbst mit einem Hygienekonzept birgt eine Messeteilnahme zu viele unwägbare Risiken, und leider können wir Gefahren nicht ausschließen“, so Sumitomo Demag CEO Gerd Liebig.

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Kommentar

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