Rondo reagiert auf erhöhte Nachfrage

Veröffentlicht am: 27.01.2021

Rondo Ganahl plant ein eigenes Digitaldruckzentrum. Die Investition in die Koenig & Bauer Durst Delta SPC 130 FlexLine Automatic brachte bereits eine bedeutende Umsatzsteigerung und gibt die Richtung vor.

Bereits im Herbst 2021 soll am Standort St. Ruprecht an der Raab eine neue Produktionshalle für den Digitaldruck eröffnet werden, um dem Umsatzwachstum gerecht zu werden. Vor zwei Jahren nahm das Unternehmen der Rondo-Gruppe als eines von sechs in Europa die digitale Produktion auf. Rund 90 Prozent des Digitaldruckgeschäfts von Rondo entfallen auf die Lebensmittelindustrie. Karl Pucher, Geschäftsführer bei Rondo Ganahl, St. Ruprecht an der Raab, sagt: „Traditionell haben wir im Flexo- und Offsetdruck gearbeitet und nun schon lange darüber nachgedacht, in die digitale Produktion einzusteigen. Vor zwei Jahren haben wir uns entschieden diesen Schritt zu gehen. Wir sind sehr froh, dass wir es getan haben. Die digitale Wellpappenproduktion hat jedes Jahr um 25 bis 30 Prozent zugenommen, und die Kunden geben Folgebestellungen auf, was uns sehr wichtig ist.“
In der Pandemie erlebt man bei Rondo, dass die Vorlaufzeiten kürzer und die Vorlagen sehr oft kurzfristig geändert werden. Durch die Möglichkeit, digital zu drucken, sei man flexibel und könne die Anforderungen sehr kurzfristig erfüllen. Das Umsatzwachstum war derart stark, dass sich Rondo entschloss eine neue Anlage für den digitalen Druck zu bauen. „Und wir hoffen, sie im Herbst in Betrieb nehmen zu können“, ergänzt Pucher und erklärt: „Wir haben nicht einfach eine Maschine gekauft. Wir sind in ein ganzes System eingestiegen, das auch Software für Bereiche wie Auftragsmanagement, Farbmanagement und Automatisierung umfasst. Der Digitaldruck liefert auch Antworten in der globalen Debatte um die Nutzung von Plastikverpackungen, die natürlich auch die Bereiche Lebensmittel und Sicherheit berührt. Durch den Einsatz von lebensmittelsicheren Druckfarben für primäre und sekundäre Lebensmittelverpackungen können wir Wellpappenverpackungen herstellen, die als Plastikalternative dienen können. Wir sind gut aufgestellt mit diesem System, das ich sehr empfehlen kann.“

« voriger   |   nächster » « zurück

Kommentar

Systemrelevanz…

Wie oft haben wir in den letzten Wochen den Begriff der „Systemrelevanz“ gehört. Per Definition bezeichnet man als „Systemrelevanz“ oder „too big to fail“ Institutionen wie Staaten und deren Glieder, auch Banken, Konzerne, Massenmedien und ähnliche Organisationen, die so systemstabilisierend sind, dass ihr Ausfall die herrschende Hegemonie ...