Produktion von Aluminium-Aerosoldosen rückläufig

Veröffentlicht am: 15.04.2020

Nach einem stetigen, teilweise rasanten Wachstum in den vergangenen zehn Jahren mit überdurchschnittlichen Zuwachsraten meldet Aerobal, die International Organisation of Aluminium Aerosol Container Manufacturers, für 2019 erstmals wieder einen Rückgang. Die weltweite Produktion sank von der Rekordmarke des Vorjahres mit über sechs Milliarden Dosen auf nunmehr knapp 5,8 Milliarden. Das entspricht einem Minus von 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Angesichts des doch sehr schwierigen wirtschaftlichen Umfelds ist das nach all den Rekordzahlen der letzten Jahre ein Rückgang, der im Vergleich zu anderen Branchen vergleichsweise moderat ausgefallen ist“, zeigt sich Gregor Spengler, Generalsekretär von Aerobal, wenig beunruhigt. „Dank der hervorragenden Eigenschaften des Aluminiums, seiner exzellenten Recyclingfähigkeit und hohen Werthaltigkeit sowie seiner ausgesprochen guten Bilanz in punkto Nachhaltigkeit konnten Aerosoldosen aus Aluminium ihre starke Rolle im globalen Verpackungsmarkt behaupten. Und wir werden diese Position aufgrund der einzigartigen Vorteile von Aluminium-Aerosoldosen weiter ausbauen, zumal unsere Mitglieder bei der Entwicklung vielversprechender Innovationen wie beispielsweise neuer Legierungen ganz weit vorne sind. Darum blicke ich trotz der Nachfragedelle im vergangenen Jahr zuversichtlich in die Zukunft.“
Gestützt wird diese Annahme auch durch den Blick auf die wichtigsten Märkte für Aerosoldosen aus Aluminium. So konnte der Absatz bei Deodorants, dem mit Abstand wichtigsten Markt der Branche, gegen den Trend nochmals um 2,4 Prozent zulegen. Auch der immer wichtiger werdende und aussichtsreiche pharmazeutische Absatzmarkt setzte mit einem Plus von fast sechs Prozent sein überdurchschnittliches Wachstum fort. Einen deutlichen Rückgang hatten hingegen klassische Märkte wie Haarpflege- und Haushaltsprodukte sowie technische Anwendungen zu verzeichnen.
Als eher stabilisierender Faktor erwies sich im Jahr 2019 der europäische Absatzraum. Hier sanken die Ablieferungen im Vorjahresvergleich nur um 2,8 Prozent. Die in den letzten Jahren besser performenden Märkte in Nord- und Südamerika sowie in Asien mussten dagegen in 2019 stärkere Einbußen hinnehmen. Sie lagen bei 5,2 Prozent für die amerikanischen Kontinente und bei 8,4 Prozent im asiatischen Raum. Ausgesprochen erfreulich, wenn auch auf einem noch niedrigen Niveau, entwickelten sich die interessanten Märkte des Nahen Ostens.
Für das Jahr 2020 ist eine zuverlässige Prognose aufgrund der nach wie vor schwierigen Weltwirtschaftslage, der Ausbreitung des Coronavirus und dessen Auswirkungen auf die Lieferketten und das Verbraucherverhalten mehr als schwierig.

   
« voriger   |   nächster » « zurück

Kommentar

Systemrelevanz…

Wie oft haben wir in den letzten Wochen den Begriff der „Systemrelevanz“ gehört. Per Definition bezeichnet man als „Systemrelevanz“ oder „too big to fail“ Institutionen wie Staaten und deren Glieder, auch Banken, Konzerne, Massenmedien und ähnliche Organisationen, die so systemstabilisierend sind, dass ihr Ausfall die herrschende Hegemonie ...