Krones konkretisiert strukturelle Maßnahmen

Veröffentlicht am: 18.12.2019

Der Vorstand der Krones AG hat über die nächsten strukturellen Effizienzmaßnahmen entschieden. Zudem konkretisierte man die erwarteten Aufwendungen aller Maßnahmen, mit denen die Ertragskraft von Krones nachhaltig gesteigert werden soll. Die Maßnahmen zur Senkung von Personalkosten sowie gezielte Portfoliooptimierungen führen 2019 zu Rückstellungen und Wertberichtigungen von rund 70 Millionen Euro. Damit wird der Gesamtaufwand innerhalb der bereits kommunizierten Bandbreite von 60 bis 80 Millionen Euro bereits 2019 das Ergebnis beeinflussen. Dementsprechend wird die EBT-Marge für das Gesamtjahr 2019 voraussichtlich bei rund ein Prozent liegen. Ohne die Sonderbelastungen läge die EBT-Marge für 2019, wie zuletzt prognostiziert, voraussichtlich bei rund drei Prozent.
Im Rahmen der Effizienzmaßnahmen baut Krones bereits im laufenden Geschäftsjahr Stellen ab. Dieses Programm wird 2020 fortgeführt. Im kommenden Jahr sollen 300 weitere Stellen in Deutschland und weitere 200 Stellen weltweit sozialverträglich abgebaut werden. Die dafür notwendigen Aufwendungen und Rückstellungen summieren sich auf etwa 30 Millionen Euro. Vom Abbau betroffen sind insbesondere Stellen in den administrativen Bereichen.
Auch bei der Portfoliooptimierung kommt das Unternehmen voran. Krones investiert seit vielen Jahren in unterschiedliche Zukunftstechnologien zum Direktdruck mit Tinte. Künftig fokussiert sich das Unternehmen auf die Direktdruck-Technologie mit der größten Marktakzeptanz. Für Direktdruck-Technologien, die nicht weiterverfolgt werden, fällt eine Wertminderung von rund 20 Millionen Euro an. Hinzu kommen Wertminderungen des Goodwill in Höhe von rund 20 Millionen Euro. Die beiden Wertminderungen sind nicht liquiditätswirksam und haben keine Auswirkungen auf den Cashflow von Krones. Weitere Maßnahmen zur Portfoliooptimierung wird das Unternehmen im März 2020 bekanntgegeben.
Für 2020 und 2021 erwartet das Unternehmen durch die Senkung der Personalkosten und durch die Portfoliobereinigungen, sowie weitere Maßnahmen, einen positiven EBT-Effekt von insgesamt etwa 150 Millionen Euro. Auf die Dividende für das Geschäftsjahr 2019 haben die Wertminderungen und Rückstellungen für die strukturellen Maßnahmen keine Auswirkung. Die Dividende wird auf Basis des Ergebnisses ohne diese Sonderbelastungen bemessen und soll in der gewohnten Spanne von 25 bis 30 Prozent des Ergebnisses liegen.

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Kommentar

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