Herma-Gründer posthum geehrt

Veröffentlicht am: 20.01.2021

Heinrich Hermann wurde jetzt Namensgeber der Herma Adresse am Hauptsitz des Unternehmens. Im Zuge der Straßenumwidmung wurden zudem die beiden Unternehmensteile auf einem einzigen geschlossenen Areal vereint.

Ein Abschnitt der bisherigen Fabrikstraße, an der sich der Hauptsitz des Unternehmens befindet, wurde am 1. Jänner 2021 umgewidmet in Heinrich-Hermann-Straße. Vor genau 115 Jahren hatte Heinrich Hermann (1876 bis 1939) das Unternehmen in Stuttgart gegründet. Er selbst konnte es dann zwar nicht mehr erleben, wie Herma ab 1960 in Filderstadt Wurzeln schlug, rasch expandierte und schließlich den Hauptsitz dorthin verlegte. „Aber die Eigentümer der Firma Herma, die noch alle mit dem Unternehmensgründer verwandt sind, haben sich sehr über diese Auszeichnung gefreut und sind dankbar, dass Ihrem Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater diese Ehre zu Teil wurde“, so Herma Geschäftsführer Sven Schneller bei der Enthüllung des neuen Straßenschilds, die coronabedingt nur im sehr kleinen Kreis stattfand. Von Zeitgenossen als „rastlos planend“ und stets auf der Suche nach Verbesserungen beschrieben, entwickelte Heinrich Hermann seinerzeit immer wieder Produktneuheiten und tüftelte sogar an den dafür notwendigen Produktionsmaschinen, weil sie so, wie er sie sich vorstellte, nicht zu kaufen waren. In vielen Fällen meldete er Musterschutz und Patente an. „Dieser Pioniergeist des Gründers, sein Ideenreichtum und seine Beharrlichkeit haben sich tief in der DNA von Herma verankert“, betont Schneller.
Mit der Umwidmung wurde gleichzeitig ein anderer Abschnitt der Fabrikstraße, der bislang mitten durch die beiden Herma Unternehmensteile führte, für den öffentlichen Verkehr gesperrt und zu einem Teil des jetzt vereinten Werksgeländes. „Es war uns ein wichtiges Anliegen, den innerbetrieblichen Materialfluss zwischen den beiden Haftmaterialwerken und Unternehmensteilen, der sich nicht gänzlich vermeiden lässt, sicherer zu machen“, ergänzt Schneller. Im Gegenzug hat Herma inzwischen eine Privatstraße, die bislang komplett auf dem Werksgelände lag, gänzlich aus eigenen Mitteln ausgebaut bzw. saniert und dem öffentlichen Verkehr übergeben. Damit wurde die weitere Anbindung des verbliebenen Teils der Fabrikstraße an das örtliche Wegenetz sichergestellt.

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